Quantenquark zum Hören – im Radio, in Köln und in Breslau

Manchmal kann man sich auch als online-grantelnder Quarkkritiker mal einfach freuen. Das habe ich zum Beispiel getan, als ich vorhin darauf hingewiesen wurde, dass das „Relativer Quantenquark“-Buch als Buchtipp in der heutigen Sendung „Wissenschaft im Brennpunkt“ des Deutschlandfunks besprochen wurde. Den Audiostream des Beitrags kann man aktuell hier in der Mediathek anhören. „Ein fundiertes, kritisches und gut geschriebenes Buch, das viele Leser verdient.“ Da kann ich dem Autor des Radiobeitrags, Ralf Krauter, nur für die Blumen danken.

Wer etwas Ausführlicheres über Quantenquark hören möchte, und das auch noch live, dem sei Skeptics in the Pub in Köln am 4.7. empfohlen. Bei den Kölner Skeptikern im Herbrand’s habe ich die Gelegenheit, nicht nur das Absurdeste aus der Welt des Quantenquarks zu präsentieren, sondern auch die Grundideen der modernen Physik, genauer gesagt der Relativitätstheorie und der Quantenmechanik, kurz darzustellen. Damit sollte ein wenig deutlicher werden, wie man den Unterschied zwischen echter Physik und Quantenquark erkennt.

Der dritte Grund, mich zu freuen und mich in dem Fall wirklich extrem geehrt zu fühlen, ist der European Skeptics‘ Congress vom 22. bis 24. September in Breslau (mit Vorprogramm in Prag am 21.). Es fängt damit an, dass ich an meinem Geburtstag, dem 22., mit Leo Igwe und Sanal Edamaruku zwei Skeptiker wiedersehen werde, die ich unglaublich bewundere, weil sie unter schwierigsten Bedingungen für Wissenschaft und kritisches Denken eingetreten sind und schließlich ihre Heimatländer verlassen  mussten. Leo Igwe wurde 2011 in Nigeria von Polizisten eingesperrt und geschlagen, als er versuchte, ein achtjähriges Mädchen zu retten, das als angebliche Hexe verfolgt worden war. Später im gleichen Jahr zog er mit einem Forschungsstipendium über Hexenglauben in Afrika nach Bamberg. Sanal Edamaruku musste 2012 aus Indien nach Finnland fliehen, weil ihm wegen „Verletzung religiöser Gefühle“ eine Gefängnisstrafe drohte. Er hatte herausgefunden, dass von einem „weinenden“ Kruzifix in einer katholischen Kirche einfach Wasser aus einem defekten Abwasserrohr heruntertropfe. Mein Geburtstagsgeschenk bekomme ich dann zwei Tage später, wenn ich das Quantenquark-Thema erstmals auf einer internationalen Konferenz vorstellen kann – und zwar in einer Session – und anschließend in einer gemeinsamen Diskussionsrunde – mit drei skeptischen Schwergewichten (das sind alle drei nur im bildlichen Sinne): Der Chefredakteurin des Skeptic Magazine, Deborah Hyde, dem italienischen Journalisten und skeptischen Ermittler Massimo Polidoro und mit James The Amazing Randi, seines Zeichens ehemaliger Star-Magier und heutige Skeptiker-Ikone, portraitiert im preisgekrönten Dokumentarfilm „An Honest Liar“.

Ich weiß noch nicht so recht, was ich bei solchen Diskussionspartnern zum Thema paranormaler Ermittlungen eigentlich beitragen soll, aber erst mal freue ich mir, wie man so schön sagt, ein Loch in den Bauch.

2 Gedanken zu „Quantenquark zum Hören – im Radio, in Köln und in Breslau“

  1. Alles Gute zum Geburtstag natürlich 😉 Und es wir bestimmt super… viel Glück beim „skeptischen Rocken“ des Saals. In Breslau wäre ich auch gerne, zumindest könnte ich wider auch ein wenig Polnisch reden. Das tue ich in Berlin eher sehr selten.

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