Quantenquark in English – My „Relative Quantum Nonsense“ Talk at the European Skeptics Congress

For those who have approached me about material and statements on quantum nonsense in English, unfortunately, I still have nothing quotable in print. I hope to be able to offer some form of the Quantenquark book in English, but if that works, it won’t be anytime soon.

Therefore, I am quite happy that the organizers of the 2017 European Skeptics Congress in Wroclaw now have the videos of all the conference presentations online. That means that now there is also a professional video of my talk there, which I am happy to share. It should at least provide something to link to in online discussions.

I would also like to thank the wonderful (and wonderfully practical) Susan Gerbic for already posting a bootleg-style video of the same talk on Facebook in mid-October. I have been able to use that video in a couple of discussions, and it has saved me some explanations that might have been tedious had there been the need to write them down instead of just linking to her video. I’m still glad I now have the official video for this page, mostly because the direct connection to the conference audio makes it easier to understand.

Although I have pointed this out here earlier, for English-speaking readers (and listeners) who want to hear some more about quantum nonsense and my views on that, it might be interesting to check out the interview the European Skeptics‘ Podcast did with me: Episode #084, feat. Holm Gero Hümmler.

I have been writing this article in English, simply because the video might be interesting for some people not usually following my blog. I have actually done that once before, in that case as a translation of an original German article about Swiss-Hawaiian pseudophysicist Nassim Haramein, which brings me to a new question: What do I do if an English version of the book actually starts to materialize? I could switch the blog to English, write all the articles in two languages (no, I couldn’t, not unless days are somehow extended to 36 hours), or I could start a new blog and accept gradually neglecting this one. Maybe I could… well, suggestions are welcome.

 

Noch ’ne Rezension zum Quantenquark-Buch

Ich verspreche, demnächst gibt es hier auch mal wieder einen Artikel zu einem konkreten Thema. Erst mal freue ich mich aber über eine weitere Rezension zum Buch – und in dem Fall freue ich mich ganz besonders, denn Spektrum der Wissenschaft ist ja nun in Medium, das mich schon über Jahrzehnte begleitet und durchaus zu meinem Interesse an einem naturwissenschaftlichen Studium beigetragen hat. Und ehe jetzt jemand sagt, dass Spektrum ein Buch aus dem eigenen Verlag rezensiert, sei ja nicht allzu überraschend – ich habe mir sagen lassen, das sei alles andere als selbstverständlich, und ein halbes Jahr nach Erscheinen des Buches hatte ich diese Hoffnung eigentlich aufgegeben. Wie auch immer, ich fühle mich geehrt, und das nicht nur weil die Kritik ja sehr positiv ausfällt.

Das schöne am Bloggen ist, dass man da als Kritisierter völlig ungebremst auch noch an den Details einer Kritik herumkritisieren kann. Insofern lasse ich es mir jetzt auch nicht nehmen, auf den Vorwurf einzugehen, meine „gesunde Skepsis“ versage „beim Thema Quantenbiologie ein wenig“. In der Tat, die dort angeführten Beispiele möglicher Quanteneffekte in lebenden Zellen sind kein allgemein etablierter Stand der Wissenschaft, sondern aktuelle Forschungsthemen mit Hypothesen, die aber immerhin von soliden experimentellen Daten unterstützt werden. Es ist auch ein riesiger Unterschied, ob man Quanteneffekte innerhalb eines einzelen Moleküls für möglich hält (und wie gesagt gute experimentelle Indizien dafür findet) oder ob man wie Roger Penrose aufgrund oberflächlicher Argumente behauptet, es müsse im angeblichen „Quantencomputer“ Gehirn Quanteneffekte mit einer Ausdehnung von mehreren Zentimetern geben. Ich weiß auch nicht, inwiefern ich den Geruchssinn, die Orientierung von Zugvögeln oder die Photosynthese „zu Quantenphänomenen erkläre“, wenn ich im Buch dazu jeweils die Formulierungen „spielt möglicherweise auch eine Rolle“, „spricht für die Hypothese“ und „deutet einiges darauf hin“ benutze.

Der Hinweis auf einen Quanteneffekt als Hypothese zur Orientierung von Zugvögeln findet sich übrigens auch in einem Lehrbuch aus dem gleichen Verlag, nämlich im Kapitel „Elektromagnetische Felder und der Spin“ im Grundlagenlehrbuch „Theoretische Physik“ von Matthias Bartelmann, Björn Feuerbacher und Anderen.

So oder so bin ich ganz sicher kein Experte für Quantenbiologie, und verweise daher zu diesem definitiv faszinierenden Thema gerne auf Autoren, die sich damit weitaus ausführlicher befasst und ein höchst lesenswertes Buch dazu geschrieben haben: Jim Al-Khalili und  Johnjoe McFadden mit ihrem Life on the Edge, das es inzwischen erfreulicherweise auch auf Deutsch gibt. Ob man mit dem etwas pompösen und mystifizierenden Klappentext der deutschen Ausgabe glücklich sein muss, ist eine andere Frage, aber dafür können in der Regel die Autoren nichts…