Der selbstgebastelte „Impfstoff“ aus Lübeck

Eigentlich würde ich vom Thema Impfstoffe hier gerne etwas wegkommen, wenn ich endlich wieder mehr Zeit zum Schreiben habe, aber irgendwas ist dann doch immer. Ich hatte ja schon vor einem Dreivierteljahr damit gerechnet, dass Leute sich etwa jetzt darüber aufregen würden, wer wann geimpft wird und warum wir nicht schon viiiiieeeeeelllll mehr Impfstoff haben. Ich hatte auch schon damit gerechnet, dass die üblichen Verschwörungsschwurbler Schauermärchen über erfundene Impfschäden erzählen. Ich hatte damit gerechnet, dass Pseudoexperten, deren einzige jemals vollbrachte wissenschaftliche Leistung eine soziologische Masterarbeit ist, mit Tatsachenverdrehungen über moderne Impfstoffe auf der Spiegel-Bestsellerliste landen. Mir war auch von Anfang an klar, dass Altenaivmediziner anfangen würden, homöopathische oder „geistige“ Impfungen zu verhökern. Hätte mir allerdings jemand erzählt, dass sich, noch nach der Zulassung seriöser Impfstoffe, Menschen dafür begeistern würden, Amateure mit ungetesteten Impfstoffkandidaten an ihrem Immunsystem herumpfuschen zu lassen, und dass etablierte Medien das noch anstacheln würden, dann hätte ich der betreffenden Person unterstellt, sie hätte zu viel Breaking Bad gesehen.

Im Moment werde ich aber von diversen Seite mit Anfragen, gerne garniert mit zynischen Bemerkungen gegen die Pharmaindustrie, zum angeblichen Wunderimpfstoff bombardiert, den ein Herr Stöcker aus Lübeck im Labor seiner Medizintechnikfirma entwickelt haben will. Aktuell kocht das Ganze total über, weil der Spiegel sich darüber ausgelassen hat, Stöcker habe „statt Lob und Anerkennung“ eine Strafanzeige bekommen – und um das vorwegzunehmen, ich frage mich, ob sich beim Spiegel irgendjemand zur Sach- und Rechtslage kundig gemacht hat, bevor man hier auf die Idee gekommen ist, Lob und Anerkennung könnten überhaupt zu Diskussion stehen. Oder, um die international renommierte Impfstoffgutachterin Petra Falb zu zitieren: Er hat sich definitiv massiv strafbar gemacht.“ Das Zitat habe ich hier nachträglich eingefügt – ich hatte mich in dem Punkt erst mal zurückgehalten, weil diesbezügliche Rechtsfragen nicht mein Thema sind. Ich empfehle ihren Kommentar generell zum Lesen. Inzwischen (7.3.) hat sie auch einen eigenen Blogartikel zum Thema online. Das ist unglaublich wertvoll, weil sie von der eigentlichen Problematik (ich kenne das ja nur von der Marktseite, von der grundsätzlichen Frage der Wissenschaftlichkeit her und von dem, was ich mir im Verlauf der Pandemie angelesen habe) wirklich tiefgreifende Ahnung hat. Die wichtigste Passage: „[…] es ist völlig unverständlich, wie sich hier jemand, der das Gesetz und auch die Arzneimittelsicherheit derart mit Füßen tritt, auch noch als Opfer darstellen kann. Leider muss man auch den betreffenden Journalisten, die diesen Bericht zu verantworten haben, schlechte Recherche vorwerfen – was hier zu sehen ist und vor allem wie dieses Thema aufbereitet wurde ist alles andere als objektiv und fachlich korrekt und trägt extrem zu Verwirrung und Verbreitung falscher Informationen bei.“ Lesenswert ist auch der Twitterthread des promovierten Neurobiologen Lars Dittrich, der inzwischen der MaiLab-Redaktion angehört.

Was mich ein bisschen verwundert hat, war zunächst, wer Stöcker zu diesem Hype verholfen hat, aber nach einem Hinweis aus der Twitter-Community dämmert mir langsam, aus welcher Ecke solch treue Gefolgschaft kommt. In seinem Blog wettert er gegen „Klimahysterie“ und geschlechtsneutrale Formulierungen, erklärt, die AfD habe „heute in vielen Sachfragen die besten Argumente“ und ruft wegen der Aufnahme von Flüchtlingen zum „Sturz der Kanzlerin Merkel“ und zu einem „Aufstand der Anständigen“ auf.

Was hat er aber jetzt bei seinem „Impfstoff“ gemacht: Er hat einen Bestandteil des SARS-CoV-2 Virus im Labor nachgebaut. Seine Idee ist, man spritzt diesen Bestandteil in einen Patienten, das Immunsystem reagiert auf dieses fremde Antigen, baut eine Immunreaktion auf, und die schützt dann auch gegen das ganze Virus. Das ist vom Prinzip her nicht viel anders, als praktisch alle westlichen Impfstoffkandidaten gegen Covid-19 funktionieren. Stöckers „Impfstoff“ wäre, falls er denn wirkte, ein Protein-Subunit-Impfstoff (die unterschiedlichen Impfstofftypen gegen Covid-19 habe ich schon im August erklärt) – sowas gibt es im Prinzip schon länger gegen Grippe, und es sind auch mehrere seriöse Kandidaten in der Entwicklung gegen Covid-19.

Warum ist aber nun bei den Impfstoffen und Impfstoffkandidaten der seriösen Labore und Hersteller alles doch ein bisschen komplizierter? Nun, die Erfahrung hat über viele Jahre gezeigt, dass, wenn man einfach nur ein fremdes, wirkungsloses Protein in hinreichender Menge in einem Muskel spritzt, das Immunsystem zwar reagiert und auch Antikörper produziert, die Wirkung aber weder stark noch andauernd genug ist, um einen längerfristigen Schutz zu erzeugen. Damit das Immunsystem dennoch einen entsprechenden Schutz aufbaut, verwendet man in der Regel einen der folgenden Tricks:

  • Man präsentiert dem Immunsystem das Antigen über einen längeren Zeitraum immer wieder, indem man z.B. Körperzellen dazu bringt, es nachzuproduzieren. Das tun die in meinem Artikel genannten RNA-, DNA- und Vektorvirusimpfstoffe.
  • Man bindet das Antigen in eine Struktur ein, die irgendwie virusähnlich aussieht (virus like particle, VLP), um dem Immunsystem etwas Gefährliches vorzutäuschen. Solche Impfstoffe sind gegen Covid-19 noch nicht in fortgeschrittenen Entwicklungsphasen. Falls zugelassen, wäre auch die Produktion nicht einfach.
  • Man sorgt dafür, dass durch eine lokale Entzündung am Ort der Injektion das Immunsystem wild auf alles losgeht, was gerade dort auftritt, also vor allem auf das dort injizierte Antigen. Das erreicht man mit sogenannten Impfadjuvantien (das historisch bekannteste davon sind übrigens die von Verschwörungsgläubigen gerne verteufelten und heute eher selten verwendeten Aluminiumsalze). So funktionieren praktisch alle seriösen Protein-Subunit-Impfstoffe, die gegen Covid-19 in der fortgeschrittenen Entwicklung sind. Das sind nach aktuellem Stand allein schon 24 Impfstoffkandidaten – ein weiterer wurde im Lauf der Patientenstudien schon aufgegeben.

Könnte es theoretisch sein, dass aus irgendeinem ominösen Grund ein solo gespritztes Protein trotzdem zu einer schützenden Immunreaktion führt, wenn es nicht von einem seriösen Hersteller, sondern von Stöcker kommt? Denkbar ist vieles. Zum Beispiel könnte eine bei ihm produktionsbedingte Verunreinigung zufällig als noch unbekanntes Impfadjuvans wirken. Das ist eben nur sehr, sehr, sehr unwahrscheinlich. Wesentlich wahrscheinlicher wäre, dass eine solche Verunreinigung zufällig gesundheitsschädlich ist. Wie es mit systematischer Adjuvierung von Stöckers Impfstoff aussieht, ist vollkommen unklar. Auf seiner Homepage erklärt er tatsächlich, der Impfstoff sei mit Alhydrogel (ja, dem angeblich doch so bösen, bösen Aluminium!!!) adjuviert, während er in Interviews wie dem verlinkten Spiegel-Video regelmäßig behauptet, es handele sich nur um ein Antigen. Eine dieser Behauptungen kann offensichtlich nicht stimmen.

9.3.21: So langsam trudeln von ein paar gutinformierten Lesern neue Hinweise ein, und ich kann mir über diesen Kerl einfach nur immer mehr an den Kopf fassen. Auf seiner Homepage schreibt er ausdrücklich, dass er in dem Zeug, das er seinen Angestellten injiziert hat und das er als „Impfstoff“ in Verkehr bringen will, Alhydrogel vom Lieferanten InvivoGen verwendet. Na gut, werfen wir mal einen Blick auf die Produktbeschreibung auf der Homepage des Herstellers, und was lesen wir da?InvivoGen products are for research purposes only; they are not for use in humans. Wie verantwortungslos kann man eigentlich sein?

Nun behauptet Stöcker aber, sein „Impfstoff“ schütze trotzdem. Ob das stimmt, weiß ich nicht. Was ich aber weiß, ist, dass er es auch nicht weiß. Und Christian Drosten und Hendrik Streeck, von denen er behauptet, sie hätten die Wirksamkeit bestätigt (die das aber offenbar öffentlich nicht bestätigen wollen), können das ebenfalls nicht wissen. Dazu müsste man nämlich sehen, dass die damit Geimpften signifikant weniger häufig erkranken als Ungeimpfte. Genau das ist es, was die Entwicklung eines seriösen Impfstoffs so teuer und bei den meisten anderen Erkrankungen auch langwierig macht. Genau dieser Nachweis macht den Unterschied aus zwischen einem Impfstoff und irgendwas, was sich irgendwer in irgendeinem Labor zusammengebraut hat – und von dem in diesem Fall wie schon erwähnt auch sehr, sehr, sehr unwahrscheinlich ist, dass es schützt.

Wenn man nicht ausschließen kann, dass Stöckers Protein auch ohne ein gezielt eingesetztes Adjuvans wirkt, könnte man ja zumindest sagen, vielleicht hat er keinen Impfstoff, aber möglicherweise einen Kandidaten für die Impfstoffentwicklung? Im Prinzip schon. Das ist der erste und banalste Schritt in der Entwicklung eines Arzneimittels – man baut sich ein Molekül zusammen, von dem man hofft, dass es eine Wirkung hat und niemanden umbringt. Das hat auch gegen Covid-19 nach exakt dem gleichen Prinzip eine ganze Reihe von Pharmaherstellern schon vor einem Jahr getan. Die haben einen Bestandteil des SARS-CoV-2-Virus (in der Regel das Spike-Protein oder ein Teil davon mit irgendwas drangehängt) genommen und im Labor nachgebaut und mit unterschiedlichen Adjuvantien in Zellkultur- und Tierversuchen getestet, wie sie die beste Immunreaktion bekommen. Genau auf dem Stand ist er jetzt. Es ist allerdings auffällig, dass von dieser Art Impfstoffe noch keiner zugelassen ist. Offenbar ist es selbst mit sorgfältig ausgewählten und in ihrer Dosierung optimierten Adjuvantien nicht ganz trivial, aus einem Protein-Impfstoff eine gute, verträgliche Schutzwirkung gegen Covid-19 zu bekommen. Der fortgeschrittenste derartige Kandidat, von Novavax, steht aber inzwischen in mehreren Ländern kurz vor der Zulassung.

Dass viele Moleküle (mehr als 99,9%) den Schritt vom vielversprechenden Laborkandidaten zum zugelassenen Arzneimittel nie schaffen, ist ganz normal. Die meisten derartigen Entwicklungen, die in einzelnen Zellen noch gut gewirkt haben, müssen schon nach Tierversuchen aufgegeben werden. Diesen vor allem für die Sicherheit der Testpersonen wichtigen Zwischenschritt hat der gute Mann ganz offensichtlich einfach ausgelassen und gleich mal Menschen als Versuchskaninchen benutzt. Nun gut, es scheinen zufällig alle überlebt zu haben. Also, hoffentlich. So genau weiß er das ja nur selbst. Wer so etwas seriös betreibt, muss seine Patientenversuche vorher öffentlich nachvollziehbar registrieren, damit man unliebsame Daten nicht verschwinden lassen kann.

Wenn Tierversuche gut laufen, macht man Verträglichkeitstests (Phase I) an Freiwilligen, in denen man bei einem Impfstoff auch erkennt, ob das Immunsystem wenigstens kurzfristig Antikörper und eine T-Zell-Reaktion produziert. Entsprechende Daten hat Stöcker nicht veröffentlicht (und ich habe große Zweifel, ob die meisten dafür erforderlichen Informationen jemals erhoben wurden), aber er würde wahrscheinlich behaupten, eine Phase-I-Studie hätte er mit seinem illegalen Verspritzen gemacht – eine angebliche Phase-I-Studie ohne die zum Schutz der Versuchspersonen erforderliche Genehmigung, ohne Ethikkommission, ohne medizinische Überwachung der Versuchspersonen und ohne sachgerechte Dokumentation der Ergebnisse. Dafür behauptet Stöcker, die Gespritzten hätten danach Antikörper gegen SARS-CoV-2 gehabt. Wie erwähnt, irgendeine Immunreaktion bekommt man eigentlich immer, aber ein dauerhafter Schutz wäre sehr, sehr, sehr unwahrscheinlich. Und er müsste, wenn er denn existierte, erst mal bewiesen werden. Genau dazu gibt es die folgenden Erprobungsphasen, die Stöcker mal eben als „bagatellartige Immunisierung“ abtut, die aber die einzige Möglichkeit sind, eine Schutzwirkung zu erkennen.

Nach erfolgreicher Phase I kann man die Ergebnisse also mal einer Ethikkommission und dem Paul-Ehrlich-Institut vorlegen, ob der zu erwartende Nutzen das Risiko rechtfertigt, das Zeug einer größeren Probandenzahl (so 500 bis 2000) in der Phase II zu verabreichen, in der man dann schon systematischere Aussagen zur Sicherheit bekommt. Bei anderen Arzneimitteln sieht man in der Phase II auch meist schon eine Wirkung – dafür hat man aber bei einem Impfstoff, gerade bei der Häufigkeit von SARS-CoV-2-Infektionen in den meisten Ländern, noch viel zu wenig Probanden.

In der Phase III braucht man dann so zwischen 30.000 und 50.000 Probanden in Gebieten mit relativ hoher Infektionstätigkeit, um nachweisen zu können, dass die Immunreaktion tatsächlich vor einer Erkrankung schützt. Wenn man das geschafft hat, und alle zugelassenen Impfstoffe haben das geschafft, dann kann man eine Zulassung beantragen.

Insofern, ja, mit einem zwei- bis dreistelligen Millionenbetrag für Patientenstudien könnte Stöcker in sechs bis neun Monaten soweit sein, dass das Zeug zugelassen wird – falls es denn tatsächlich irgendwie schützt und sicher ist. Nur sind da eben schon 24 Andere mit dem identischen Ansatz besser umgesetzt (nämlich mit Adjuvans) und nochmal 52 Andere mit anderen Impfstoffansätzen, die alle auf genau diesem Weg schon viel, viel weiter sind.

Es gibt aber noch ganz andere Erfahrungen mit der Entwicklung von Covid-Impfstoffen nach Stöckers Muster. CSL-Sequirus, einer der weltgrößten Hersteller von Grippeimpfstoffen, hat sein Projekt für die Entwicklung eines Protein-Subunit-Impfstoffs gegen Covid-19 aufgegeben, offensichtlich weil sich in Patientenstudien ergeben hat, dass der Impfstoff nicht gleichzeitig sicher und wirksam einsetzbar hinzubekommen war. Sanofi und GSK, zwei Pharmariesen mit breiter Impfstofferfahrung, hängen in ihrer Entwicklung eines solchen Impfstoffs seit vielen Monaten in frühen Patientenstudien fest und peilen jetzt eine Markteinführung frühestens zum Jahresende an. Ein weiterer der weltgrößten Impfstoffhersteller, MSD, hat seine Entwicklung eines Vektorvirusimpfstoffs aufgeben müssen und wird seine Produktionskapazität jetzt wohl an andere Hersteller vermieten. Es gibt also wesentlich kompetentere Leute mit wesentlich mehr Geld, die vor einem Jahr auch da waren, wo Stöcker jetzt ist, und die in der Zwischenzeit einsehen mussten, es funktioniert nicht. Es ist in der Arzneimittelentwicklung vollkommen normal, dass Substanzen, die vor und noch in Phase I extrem vielversprechend aussehen und unter Umständen schon mehrere hundert Millionen Euro verschlungen haben, sich dann in den großen Patientenstudien als unbrauchbar herausstellen. Stöcker möchte seinen „Impfstoff“ praktischerweise ohne diese kritischen Studien auf die Menschheit loslassen: „Denn eine Zulassung würde zu viel Zeit beanspruchen, in Deutschland bestimmt Jahre. Aber man bedarf in der aktuellen katastrophalen Situation keiner langwierigen Doppelblindversuche…“ Komischerweise haben die seriösen Covid-Impfstoffe, von denen wir aus Patientenstudien wissen, dass sie tatsächlich wirken und sicher sind, für eine Zulassung in Deutschland aber eben keine Jahre gebraucht. Die sind ja schon im Einsatz.

Und wenn man bis dahin das Stöcker-Zeugs außerhalb einer genehmigten, medizinisch überwachten Studie irgendwem spritzt, dann ist das keine Impfung, sondern schlicht Quacksalberei und Körperverletzung.

Und was mich an der ganzen Sache besonders ärgert, ist, dass sich deutsche Medien, nach ersten Meldungen schon im vergangenen Jahr, in den letzten Monaten alle paar Wochen wieder von diesem Selbstdarsteller an der Nase herumführen lassen.

73 Gedanken zu „Der selbstgebastelte „Impfstoff“ aus Lübeck“

  1. Danke! Nach der Headline des besagten Artikels im Spiegel bin ich aus dem Kopfschütteln nicht mehr raus gekommen… Die „Logik“ der scheinbar einfachen Lösung setzt sich mittlerweile selbst beim Thema Impfstoffentwicklung durch.
    Selbst eine allwissende Müllhalde hätte das vor einem Jahr nicht orakeln könnten.

  2. Soweit bekannt, stammt der Austausch mit Drosten schon aus dem Mai letzten Jahres. Drosten hatte da wohl eine Art höflichen kollegialen Interesses bekundet und darauf hingewiesen, dass ein Antikörper-Impfstoff hohe Anforderungen an die Produktion stelle. Da wären doch für Herrn Stöcker eigentlich alle Türen offen gewesen, die Sache auf die Schiene zu setzen – sei es aus eigener Tasche (was er vermutlich in den Phasen I bis III sogar könnte) oder in Kooperation mit einem – damals sicher leicht zu findenden – forschenden Pharmaunternehmen. Statt dessen macht er Privatforschung, kommt jetzt, nach zehn Monaten, damit raus und weiß als ehemaliger Chef einer spezialisierten Pharmafirma doch genau, was er da getan hat und wohin das führen wird (oder eben auch nicht).
    Warum? Verbummelt? Oder ist das jetzt eine Provokation? Mir unerklärlich.
    Wenn man dem jetzt nachgeben und ihn aufs Schild heben würde, könnten wir beim Eintreten gegen jeglichen unwissenschaftlichen Krempel einpacken. Das wäre das fatalste aller Signale in Richtung aller „erfahrungswissenschaftlichen Heilkünstler“. Es reicht jetzt schon, man schaue sich nur den Spiegel-Artikel an, der von Wohlwollen nur so trieft.

    1. Sein Laden ist keine Pharmafirma, sondern ein Hersteller von Labordiagnostika. Da gelten für Hersteller von Arzneimitteln, die in Menschen eingebracht werden, noch ganz andere Anforderungen, sogar in der Produktion. Mit den Zulassungsverfahren für Arzneimittel hat so ein Labortechnikunternehmen gar nichts zu tun.
      Er kommt auch nicht erst jetzt damit raus – er schafft es nur irgendwie jetzt gerade, sich damit in Szene zu setzen, was weniger an ihm als am Rest der rechten Szene liegen dürfte. Vor zehn Monaten war sein jetziges Unterstützerumfeld ja noch damit beschäftigt, mit „Impfen macht frei“ und „Nicht geimpft“ mit Judenstern auf dem T-Shirt auf irgendwelchen Coronademos rumzukrakeelen.
      Und, nein, ich kann mir nicht vorstellen, dass letztes Jahr ein Pharmaunternehmen daran interessiert gewesen wäre, mit ihm zu kooperieren. Wozu? Was hätte er denen zu bieten gehabt? Sein Ansatz ist weder sonderlich kreativ, noch für einen seriösen Impfstoffhersteller (und wahrscheinlich für die meisten anderen größeren forschen Arzneimittelhersteller auch) technisch herausfordernd. Das könnten die sich im Zweifelsfall selbst in zwei Tagen zusammenbasteln, aber damit fängt die eigentliche Arbeit ja erst an. Es würde mich nicht wundern, wenn in Leverkusen, Darmstadt oder Ingelheim ganz ähnliche Proben irgendwo im Schrank stünden, mit denen da vor einem Jahr mal ein Forscher herumgespielt hat, was man aber nicht weiterverfolgt hat, weil klar war, dass da buchstäblich noch zig Andere dran sind, die bei diesem konkreten Thema mehr Kompetenz haben.
      Das ist eine völlig andere Geschichte als Uğur Şahin. Für Impfungen mRNA in menschliche Zellen zu bugsieren, ist eine absolute Nischentechnologie, mit der bis dahin nur ein paar Unternehmen weltweit gearbeitet hatten. Das Spannende da ist ja nicht die mRNA selbst, sondern vor allem die Nanopartikel, die man für den Einsatz braucht. Sowas hätte eben auch ein Pfizer nicht in irgendeinem Schrank gehabt. Deswegen war BioNTech ein spannender Kooperationspartner für Pharmaunternehmen, und Stöcker nur ein Wichtigtuer, der erzählt, was er alles tun könnte, wenn er sich an keine Regeln halten müsste. Warum es die Regeln gibt… naja, siehe Contergan.

  3. Ich kann bei dem Spiegel Artikel nicht nur den Kopf schütteln- ich bin über mangelnde journalistische Sorgfaltspflicht entsetzt. Die Kommentare auf Spiegel Online, Youtube und Stöckers Blog sind leider vielsagend.

    Danke für den Beitrag hier, ich hoffe es folgen noch weitere kritische Gegenstimmen wie diese hier

  4. Als Adjuvans verwendet W.Stöcker Alhydrogel. Ist das dem Verfasser nicht bekannt?
    Bemerkenswert ist, dass sich bislang keine Experten und auch nicht die beiden bereits im Sommer 2020 darüber informierten Virologen Drosten und Streeck öffentlich zu dem von Stöcker entwickelten Impfstoff geäußert haben.

    1. Natürlich äußern die sich nicht dazu. Wahrscheinlich ist es ihnen peinlich, dass sie damals auf seine Briefe geantwortet haben, weil sie offenbar spontan nicht unbedingt einschätzen konnten (sie sind ja, wie sie selbst immer wieder betonen, beide keine Impfstoffexperten), wie unseriös das ist. Wobei Drosten ihn in seiner Antwort damals ja schon deutlich gewarnt hat.
      Bekannt ist mir über Stöckers Gebräu nur, was er gegenüber den Medien erzählt. Wissenschaftliche Publikationen oder eine Studienregistrierung, in der man nachlesen könnte, was er da genau treibt, gibt es ja nicht.
      Falls er tatsächlich Alhydrogel verwendet, wäre das…
      …erstens unterhaltsam in Bezug auf seine AfD-Fans, wenn gerade ihr neuer Held das noch vor kurzem so verteufelte Aluminium verwendet.
      …zweitens ein Anlass, etwas eher anzunehmen, dass da vielleicht eine Schutzwirkung sein könnte. Nur wissen würde man es immer noch nicht.
      …drittens ein Grund mehr, ihm dringend das Handwerk zu legen, weil es das Risiko, beim Herumdilettieren mit einem Arzneimittel, dass keine ordentliche präklinische Sicherheitsprüfung durchlaufen hat und dessen Einsatz nicht fachlich überwacht wird, erheblich erhöht. Immerhin ist dann ja etwas enthalten, was das Immunsystem nachweisbar aktiviert und im Zusammenspiel mit anderen Inhaltsstoffen erhebliche Gefahren bergen könnte, wenn man es nicht ordentlich testet.

    2. Neben den ethischen und rechtlichen Fragen bei der Impfung von Versuchspersonen hat er noch auf einem weiteren Feld große Probleme auf sich zukommen: Der Herstellung von Arzneimitteln. Da gelten aus guten Gründen strenge Regeln, das darf nicht einfach jeder so in seiner Heimlabor oder der Garage machen (Stichworte GMP, Herstellungserlaubnis, Qualitätskontrolle etc.), da kommt also mit ziemlicher Sicherheit noch weiterer Ärger auf ihn zu.

    3. Ja, dazu äußert sich ja Petra Falb in dem verlinkten Artikel ausführlich.
      Ob das allerdings weiteren Ärger bedeutet, kann ich nicht sagen. Eine Herstellungserlaubnis steht ja erst zur Debatte, wenn man ein zugelassenes Arzneimittel hat. Da ist der andere Tatbestand meines Erachtens wesentlich schwerwiegender.

  5. Ich kann mir vorstellen, dass der Impfstoff schon wirksam ist. So unwahrscheinlich ist das nicht.
    Aber eine ordentliche Studien und Zulassung muss es natürlich geben. Dann ist es mir auch egal, ob der von Russen, Chinesen, Eskimos oder australischen Aborigines oder einem AfD Sympathisanten entwickelt wurde – das spielt dabei wirklich keine Rolle!
    Stöcker ist weder doof noch naiv und er arbeitet nicht in einem Hinterhoflabor. Er weiß ganz gut, was er tut und er kennt die Hürden der Zulassung. Was er sich von der Kampagne verspricht, weiß ich nicht. Was sich der Spiegel davon verspricht ist allerdings offensichtlich: Empörungsjournalismus.

    1. Wie gesagt, ob das Zeug wirksam ist, weiß er genauso wenig wie Du oder ich.
      Falls doch ein Adjuvans enthalten ist, ist die Chance, dass es irgendwie wirkt, natürlich höher, die Gefahr, dass es dabei Schaden anrichtet, aber eben auch.
      Und entwickelt hat er ja eigentlich nichts. Die Idee ist so banal, wie sie in dem Feld nur sein kann, mit, wie geschrieben, 24 Projekten von seriösen Akteuren, die mit professionellen Ansätzen basierend auf der gleichen Idee derzeit in Patiententests sind. Ich bezweifle auch nicht, dass er ein kompetenter Laborzulieferer ist. Die Herausforderungen in der Impfstoffentwicklung liegen aber ganz woanders. Da würde selbst ein Bayer oder Boehringer Ingelheim, die in anderen Bereichen der Arzneimittelentwicklung weltweite Topunternehmen mit fünfstelligen Mitarbeiterzahlen sind, nicht ohne jahrelange Vorarbeit drangehen.
      Dass er das tote Pferd vom letzten Sommer jetzt plötzlich wieder reitet (und damit auch noch Erfolg hat), dient meines Erachtens ausschließlich der Diskreditierung unserer demokratischen Ordnung.

    2. Eine ordentliche Studie sollte es doch geben ? Wir wissen ja Alle, dass selbst Biotech/Pfeizer Ihre Impfung mit noch nicht vollkommen gemachter Phase III auf den Markt gebracht hat und dass, seit dem Die Phase III direkt bei der Geimpften Bevölkerung statt findet ohne jegliche Medizinische Überwachung. Auch alle anderen Impfungen, die heute auf dem Markt sind/gebraucht werden, kann keiner sagen, wie effizient, wie die Langzeit Wirkung aussieht, ob man doch noch ansteckend bleibt/ist. etc. Ich spreche nicht einmal von späten, schweren negativen Nebenwirkungen, die bis Heute keiner kennt. Ich finde, ein solchen negativen pseudo Wissenschaftlicher Artikel zu schreiben und damit als Referenz Pharma Konzerne zu nennen, die selber noch nicht wissen wo die Reise hingeht ist nicht sehr Wissenschaftlich. Dazu noch als Referenz den Drosten zu nennen, der sein PCR Test auf seinem Computer gebastelt hat ohne je…. den Corona Virus isoliert zu habe, mit Daten von H1N1 etc der vorschlägt, dass 45 Sequenzen gemacht werden müssen un eine Diagnostik zu stellen und das selbst vom Erfinder des PCR Test immer gesagt wurde, dass der PCR Test keine Diagnostik zeigen kann und dass Idealerweise Nur 25 bis maximal 35 Sequenzen gemacht werden sollten, sich soooooo lustig zu machen über andere Wissenschaftler „Chercheurs“ mit Argumenten die nicht Betonfest sind ist dramatisch sozusagen lächerlich.

    3. Danke, das ist eine wichtige Einordnung.
      Auf die Falschbehauptung, bei den zugelassenen Impfstoffen läge keine „vollkommen gemachte Phase III“ vor, könnte jemand ja tatsächlich noch gutwillig gekommen sein – vorausgesetzt natürlich, die betreffende Person hätte nun wirklich überhaupt keine Ahnung von Zulassungsstudien.
      Das aber gleich im selben Absatz mit den vollkommen hirnrissigen und tausendmal widerlegten Querdenker-Propagandalügen über den PCR-Test zu verbinden, zeigt sehr deutlich, mit welcher Art von Leuten wir es hier zu tun haben. Aufgrund dieses abschreckenden Beispiels habe den Kommentar trotz seiner überbordenden Dummheit ausnahmsweise nicht gelöscht.

  6. Hallo Herr Hümmler,

    gut dass Kampfsport betreiben, sonnst könnte Sie die Stresshormone nicht abbauen, die solcher Blödsinn verursacht.

  7. Vielen Dank für diese Zusammenfassung. Das bestätigt meine erste Vermutung, dass die Geschichte von vorne bis hinten unseriös ist. Grütze-Detektor hat gut funktioniert. 🙂

    1. So sehr mich das freut, so sehr frage ich mich, wo der Grütze-Detektor quer durch die deutsche Presselandschaft geblieben ist.

    2. Also ich habe Hümmler gegoogelt. Ein promovierter Physiker (TU München 2000), verließ die Forschung 2001…. mit Nähe zur „Boston Consulting-Group“ (Grusel, auf Wikipedia).
      Ein Tausendsassa und professioneller Hexenjäger, jetzt Impfexperte der sehr aggressiv und untergriffig sowohl gegen „übernatürliche Phänomäne“, Shaolinmönche, Baghdi etc., etc. als auch Stöcker polemisiert (ich glaube ja auch nicht an Gespenster, mache mir aber deshalb nicht ins Hemd).
      Hat „Uncertainty Managers Consulting“ gegründet zur Beratung der Pharmafirmen.
      Der Hümmler ist bestenfalls eine Witzfigur, ein Troll.
      Wenn ich Hümmlers Biografie mit Prof. Stöcker vergleiche… ist das eine ganz andere Liga, sorry.
      Ich nehme die Covid-Krise sehr ernst, glaube nicht an Verschwörer aber an trittbrettfahrende Gauner und schütze mich nach Kräften.
      Nach Pleiten, Pech und Pannensowie Aberkennung der bürgerlichen Rechte nehme ich mir die Freiheit über die künftige Entwicklung der Pandemie und ihrer politischen Auswirkungen notgedrungen nachzudenken.
      Die für „Weihnachten“ angekündigten Impflieferungen sind bis auf weiteres ausgeblieben – und zwar von allen zugelassenen Produzenten. Ein Zufall? und warum war das nicht vorhersehbar? Über die Ursachen hört man wenig. Liegt es an den Ressourcen, der Logistik, der Qualität, der Politik, am Geld…?
      Andererseits werden vielversprechende und global weithin erfolgreiche Ansätze von eben diesem pharma-politischem Establishment sowohl behindert, bzw. kriminalisiert – aber kaum fachlich beantwortet – nicht sein kann was nicht sein darf. Bei aller nötigen Vorsicht werden hier in den letzten Monaten inquisitorische Tendenzen sichtbar.
      Eine rasche flächendeckende Impfung wird es daher nicht geben – und das wäre die einzig erfolgversprechende Strategie gegen diese Pandemie.
      Im Lichte dieser Erkenntnis Plan B: die knappen Impfmengen werden nur für wohlhabende Länder und Menschen verfügbar sein.
      Im Rest der Weltbevölkerung bleibt ein unendliches Potential für die Selektion und Rekombination neuer Mutanten. Und diese Mutanten werden laufend neue Vaccine erfordern und uns den Polizei-Staat ad Infinitum weiter bescheren.

    3. Was für eine investigative Rechercheleistung… „mit Nähe zur Boston Consulting Group“. Dass ich bei dieser wirklich sehr guten Adresse vor 20 Jahren mal gearbeitet habe, hätten Sie auch herausfinden können, wenn Sie oben auf „Der Autor“ geklickt hätten.
      Das Schöne an diesem Kommentar ist, dass man schon an der Wortwahl merkt, dass wir es hier mit jemandem aus derselben Clique zu tun haben, die noch vor ein paar Wochen unter dem Arvay-Artikel moderne Impfstoffe verteufelt und unter dem Bhakdi-Artikel die Gefährlichkeit der ganzen Pandemie bestritten hat. Die inhaltliche Beliebigkeit, die sich politisch in der Argumentation der AfD wiederfindet, ist kein Zufall. Die ganze Kampagne hat faktisch nichts mit Impfstoffen, Genehmigungsverfahren, Sicherheit oder Ähnlichem zu tun. Das Leben von Patienten ist diesen Kommentatoren herzlich egal – es interessiert da nur als Vorwand, während es in Wirklichkeit darum geht, das Vertrauen in den Rechtsstaat und letztlich die freiheitlich-demokratische Grundordnung zu unterminieren, um die eigenen autoritären Ideologien umsetzen zu können.

    4. Und der Kommentar von Herrn „Dr. Frisch“ wird auch nicht besser, wenn er ihn zweimal postet – das Duplikat habe ich also gelöscht.

  8. Hallo Herr Hümmler.
    Vielen Dank für die Infos. Ich bin froh, dass Sie etwas zur Thematik geschrieben haben.

    Die rechtlichen und ethischen Hintergründe waren mir auch zuvor bewusst, weswegen ich die eingeleiteten Schritte begrüße. Was ich jetzt aber aus ihm Ihrem Text entnehmen ist, bitte korrigieren Sie mich, falls ich daneben liege, dass neben der Möglichkeit der physischen Gefährdung von impfwilligen aber trotzdem die Möglichkeit der Wirksamkeit besteht. Diese ist jedoch nicht hinreichend erforscht. Oder habe ich hier den Link zum ‚Impfstofftypen‘ falsch gedeutet?

    Beste Grüße
    F.H.

    1. Wie ich im Artikel geschrieben habe:
      „Nun behauptet Stöcker aber, sein „Impfstoff“ schütze trotzdem. Ob das stimmt, weiß ich nicht. Was ich aber weiß, ist, dass er es auch nicht weiß.“

  9. Was mich bei der Veröffentlichung im Spiegel besonders ärgert: Im letzten Jahr wurde noch ausführlich dokumentiert, was an der politisch getriebenen Zulassung von Sputnik V in Russland vor Abschluss der Phase III gefährlich ist und welche gesundheitlichen und rechtlichen Folgen es haben könnte, wenn der Impfstoff Probleme zeigt.

    In Bezug auf Herrn Stöcker ist jedoch gibt es praktisch keine Kritik im Spiegel, und es wird eher bedenklich darüber das Haupt geschüttelt, warum denn der geniale erfinderische Querdenker von der Justiz verfolgt wird statt ihm das Bundesverdientskreuz am Bande zu verleihen (Achtung, Ironie!).

    PS: Holms Artikel wurde übrigens bereits in Wikipedia verlinkt. Da verfolgt jemand aufmerksam deinen Blog. 🙂

    https://de.wikipedia.org/wiki/Winfried_St%C3%B6cker

    1. Was an der politisch getriebenen Zulassung von Sputnik V vor dem Beginn(!) der Phase-III-Studien gefährlich war, habe ich hier auch hervorgehoben, und ich bin nach wie vor der Überzeugung, dass das auch richtig war, auch wenn dieses Va-Banque-Spiel offenbar gut ausgegangen ist.
      Das hat meines Erachtens nichts mit der grottenschlechten journalistischen Leistung nicht nur des Spiegels im Kriminalfall Stöcker zu tun.

  10. Danke für diesen Artikel. Ich bin nur eine ganz normale Bürgerin und verfolge seit längerem alles zum Thema Corona. Der Artikel vom Spiegel hat mich mangels journalistischen Inhalts erschrocken. Die Kommentare „den Impfstoff würde ich mir sofort spritzen lassen“ haben mir ein Schleudertrauma verursacht. Habe dort auch entsprechend kommentiert.

    Die einen Impfstoffe sind zu schnell entwickelt, dass ist nicht normal oder es fehlen die Langzeitstudien. Aber ich bastle mir mal kurz einen Impfstoff und suche mir Freiwillige. Zulassung? Ist doch nur Behinderung, es ist doch wichtiger uns zu schützen.

    Letztendlich kam ich zum selben Schluss. Er hatte seit Mai 2020 die Zeit die Studien in Auftrag zu geben. Hat er nicht gemacht. Warum nicht? Und jetzt dieser Hype, er Opfer, unsere Behörden/Regierung kriminell und verbunden mit Pharmalobby? Da merke sogar ich, dass die Motivation des Ganzen nur dazu dient, unsere Regierung, Behörden und Experten zu demontieren. Dass da der Spiegel drauf reingefallen ist, kann ich kaum glauben. Und wenn doch, ist es einfach nur peinlich, da keine journalistische Grundlagenarbeit, nicht mal im Ansatz stattgefunden hat. ‍♀️

    1. Geht mir exakt genauso.
      Ich habe mit jemandem im privaten Bereich darüber gestritten und glücklicherweise hat er dann diesen Beitrag hier gelesen und verstanden, worum es mir ging.

  11. @Holm Gero Hümmler

    „vor dem Beginn(!) der Phase-III-Studien“

    Danke für die Korrektur. Das meinte ich eigentlich auch, habe mich aber gründlich vertippt.

    „Das hat meines Erachtens nichts mit der grottenschlechten journalistischen Leistung nicht nur des Spiegels im Kriminalfall Stöcker zu tun.“

    Ich denke, hier herrscht ein Missverständnis. Ich lobe den Spiegel ausdrücklich dafür, dass er bei Sputnik V eine gute aufklärerische Recherche gebracht, aber bei Stöcker unverständlicherweise die Qualitätssicherung versagt hat und eine unkritische Berichterstattung zu beobachten ist.

    Entschuldigung dafür, wenn ich mich unklar ausgedrückt haben sollte.

    1. Ich lasse das einfach mal stehen, um zu verdeutlichen, mit welcher Art von Leuten wir es hier zu tun haben. Ich kenne das schon von den Jüngern anderer Gurus der Verschwörungsideologie wie Sukharit Bhakdi, Karl Probst, Claus Turtur und, am allerschlimmsten, Clemens Arvay.

  12. Nur mal so ein paar Gedanken von der Seitentribüne:
    – Eine Tierärztin als Expertin / Gutachterin für Impfstoffe. Bei Covid19? … OK, war jetzt provokativ, aber mal im Ernst: Nach einem Jahr Lockdown und dem (wie meist) etwas reißerischen SpiegelFilmchen ist es doch verwunderlich, wie jetzt versucht wird, das alles einzufangen. JEDEM mit ein wenig Resthirn stellt sich zuerst die Frage Cui bono? Also: Wenn eine Veterinärin Gutachterin für Impfstoffe sein kann, kann Laboratoriums-Doktor auch Covid19-Impfstoffentwickler sein.
    Schaun wir dort mal auf simple Fakten: Dr. Stöcker promoviert 1976 summ cum laude. Truppenarzt. Honorar-Prof. Unternehmer.
    Dr. Falb seit 2003 Gutachterin für Impfstoffe in der Österreichischen Arzneimittelbehörde. Vorher freiberuflich Tierärztin. Studium seit 1998.
    Im Ergebnis für mich: Stöcker hat 20Jahre mehr (Lebens)erfahrung.Kalb die neuere Ausbildung.

    So wie ich es im Blog von Stöcker gelesen und verstanden habe, ist er nicht der erste und einzige, der mit dem um die Ecke kam. Im Gegenteil, er sagt ganz klar, die Chinesen waren die ersten. (was mir zudem als logisch erscheint, Wuhan als Ausbruchsort bezeugt da ein gewisses CUI BONO).
    Seine These ist weiterhin: in einer Pandemie greife ich zu allem was hilft. in einer Pandemie ist ZEIT der kritischste Faktor. (dem stimme ich zu, deswegen trage ich auch eine maske und bin sehr an einem impfstoff intressiert)

    Sie werfen ihm vor, Tierversuche ausgelassen zu haben. Kann ja sein, aber dem entgegne ich, wozu, wenn die Chinesen das gleiche Zeug wie seines bereits verimpfen? (Ach ja, weils in irgendeiner Verodnung drinne steht, wir deutsche können nicht ohne Plan.)

    Sie kritisieren sein „Erprobungsphase“ … mit der Verlinkung auf die „bagatellartige Immunisierung“ DIeser Link geht auf einen Artikel, der nur minimal aussagekräftiger ist als ein MAKE_AMERIKA_GREAT_AGAIN-Tweed von D.T oder „BITCOIN“ von E.Musk.

    Folgen sie der Timeline, hat er sich bei den Chinese was abgeschaut, nachgebaut, zuerst sich selbst geimpft, seine Familie und ist dann beim PEI vorstellig geworden. Die haben mit eine Klage geantwortet.

    Sie argumentieren weiterhin, Größere Pharmakonzerne würden reihenweise in Studien daran scheitern, aber der „seriöse Impfstoff“ ist ja schon im Einsatz. Finde ich ein bisschen verkürzt, vereinfacht und verdreht. Sie können nicht zu Beginn politisch GEGEN Stöcker argumentieren, ohne dies auch bei genannten PharmaRiesen zu tun.

    Sie (bzw. Dr.Falb) beschreiben die SpiegelJournalisten als naiv, so von wegen „schlechter Recherche“ und „fehlenden Informationen“. Glauben Sie eigentlich, die haben das AM STÜCK gedreht und nix rausgeschnitten?

    Mein Kernfrage ist: Stöcker sagt, als Arzt kann er sich selber spritzen, was immer er für richtig hält und wenn ein „Patient“ zu ihm kommt und verlangt etwas gespritzt zu bekommen, er als Arzt dies unter gewissen Umständen auch tun darf. (ich schwenke hier mal nicht auf Sterbehilfe, will nur sagen, es gibt Grenzen usw.) Also warum stellen Sie das nicht klar?

    Sie bemängeln das „Abhängigkeitsverhältnis“ seiner MA-Probanden. Für mich eigentlich ein Zeichen für Vertrauen in die Fähigkeiten des Chefs. Ich bemängel dagegen, das ihr Artikel vom „selbstgebastelten impfstoff aus Lübeck“ handelt. Genau wie der von Dr.Falb … ist das abgesprochen? abgekupfert?

    meine Mailadresse für antworten haben sie.

    1. Danke. Cui Bono, das Mantra aller Verschwörungsideologen, gleich an den Anfang zu stellen, zeigt, woher das kommt.
      Für den Rest dieses Kommentars ist mir meine Zeit zu schade.

    2. Hier ein Kommentar zur Einordnung der oft wiederholten Behauptung, Prof. Stöcker habe sich an das PEI gewendet:
      https://www.pei.de/DE/service/faq/coronavirus/faq-coronavirus-node.html

      Zitat:
      Missverständliche Berichterstattung in einzelnen Medien über eine Impfstoffentwicklung aus Lübeck

      Derzeit gibt es in den Medien eine Reihe von missverständlichen Berichten über die Rolle der Behörden bei der Impfstoffentwicklung von Prof. Winfried Stöcker aus Lübeck.

      Aktuell befinden sich weltweit zahlreiche Impfstoffkandidaten mit einem ähnlichen Konzept wie dem von Prof. Stöcker – gemäß den regulatorischen Regeln – in verschiedenen Stadien der klinischen Prüfung. Der Weg der regulären klinischen Prüfungen stand und steht auch Prof. Stöcker offen.
      Prof. Stöcker hatte sich am 02.09.2020 über eine E-Mail-Adresse, die der Kommunikation mit Bürgerinnen und Bürgern sowie medizinischen Fachkreisen dient, an das Paul-Ehrlich-Institut gewendet. Anlässlich dieser Kontaktaufnahme hat ihm das Paul-Ehrlich-Institut am 03.09.2020 telefonisch eine wissenschaftliche und regulatorische Beratung angeboten. Zudem wurde Prof. Stöcker im Rahmen dieses Gesprächs bereits darüber informiert, dass das Verabreichen seines Impfstoffes an Dritte zum Erkenntnisgewinn möglicherweise den Tatbestand einer klinischen Prüfung des Impfstoffkandidaten nach Arzneimittelgesetz erfüllen könnte und die Durchführung einer klinischen Prüfung ohne die erforderlichen Genehmigungen, unter anderem durch das Paul-Ehrlich-Institut, strafrechtlich relevant sein könnte.

      Der Zugang zu dem wissenschaftlichen Beratungsangebot seitens des Paul-Ehrlich-Instituts ist standardisiert und das Angebot an Prof. Stöcker erfolgte entsprechend über das Innovationsbüro des Paul-Ehrlich-Instituts, das solche Gesprächstermine koordiniert und die wissenschaftlichen Beratungen mit Arzneimittelexpertinnen und -experten einschließlich des Präsidenten des Paul-Ehrlich-Instituts durchführt.

      Im Dezember 2020 hat sich Prof. Stöcker erneut mit einer Anfrage über den Umweg der E-Mail-Adresse für Bürgerinnen und Bürger und medizinische Fachkreise an das Paul-Ehrlich-Institut gewendet. Daraufhin hat das Innovationsbüro Prof. Stöcker am 06.01.2021 per E-Mail angeboten, sein Konzept im Rahmen eines strukturierten Beratungsgesprächs zu präsentieren. Dieses Angebot hat Prof. Stöcker abgelehnt. Selbstverständlich hat das Angebot dennoch weiterhin Gültigkeit.

      Ein wissenschaftliches Beratungsgespräch mit Herrn Prof. Stöcker fand bis heute nicht statt.

      Für arzneimittelrechtliche Behörden bestehen zur Erfüllung der gesetzlich festgelegten Aufgaben gegenseitige Unterrichtungsverpflichtungen. Vor diesem Hintergrund hat das Paul-Ehrlich-Institut am 07.09.2020 ein Schreiben an das Landesamt für soziale Dienste (LAsD) in Kiel gerichtet. Dies entspricht dem gesetzlichen Vorgehen.

  13. eine irgenwie unsachliche Debatte wird hier geführt und dazu noch mit vielen persönlichen Diffamierungen. So können wir die Debatte nicht führen. Mich hat Stöcker jedenfalls veranlasst, in die Tiefen der Impfstoffherstellung einzusteigen. Rekombinant hergestelltes Antigen heisst es da bei Stöcker. Wie denn das ? Diese Frage ist nicht so ganz einfach zu beantworten. Vielleicht nur so viel : der genetische Transfer zur Bildung von mRNA erfolgt zum Beispiel zwischen einem Virus und zum Beispiel einer Insektenzelle. Diese Insektenzelle ist dann in der Lage, das entsprechende Antigen über den Umweg mRNA ziemlich rein zu produzieren. Und dann ist bei Stöcker die Rede von RBD und keiner weiss, um was es sich da handelt. Es handelt sich um die Rezeptorbindende Domäne des spike 1 Proteins und damit um einen Teil des spike proteins, der eine besondere Affinität bei Ausbildung der Immnuität gegen SARS2 hat. Und bei genauem Nachforschen im Internet wird auch klar, das viele andere Pharmaunternehmen einen ähnlichen Ansatz wie Stöcker verfolgen. So zum Beispiel Nov…. Es wäre wunderbar, die Experten würden sich mal in die Debatte einmischen und klar erklären, ob ein rekombinant hergestelltes Antigen neben der Nutzung in der Labor-diagnostik auch als zu verimpfendes Antigen genutzt werden kann. Eine zunächst ganz grundsätzliche Frage. Und die von Stöcker veröffentlichen Daten zur Immnunität der Geimpften sollten auch mal von fachlicher Seite kommentiert werden.
    Und dann können wir diese unsägliche Debatte vielleicht bald verlassen mit dem Gedanken, dass Herr Stöcker aus seiner persönlichen Kenntnis einen interessanten Weg gegangen ist, den wir allerdings nicht weiter mit ihm gemeinsam gehen wollen.
    Zu Vertiefung hier ein paar Links:

    https://deutsch.medscape.com/artikelansicht/4909362
    https://www.nytimes.com/interactive/2020/health/novavax-covid-19-vaccine.html

    1. Ehrlich gesagt finde ich es sinnlos, mit den hier gelegentlich auftauchenden Verschwörungsgläubigen überhaupt eine Debatte führen zu wollen. Worum es hier geht, ist ein wenig Klarheit und Aufklärung zu schaffen, für Leute, die an ernsthaften Informationen interessiert sind. Dazu danke für diese schon recht speziellen Hinweise.
      Ich habe inzwischen noch eine andere Zuschrift erhalten, die Punkte herausstreicht, aufgrund derer Stöckers Vorgehen (sein konkretes Verfahren, nicht der Protein-Subunit-Ansatz in der Hand eines professionellen Arzneimittelherstelers) als gesundheitlich äußerst bedenklich eingeschätzt werden muss. Leider darf ich das nicht unbearbeitet veröffentlichen, weil der Verfasser Bedenken hat, allein durch sein Wissen seine Identität preiszugeben und sich Anfeindungen auszusetzen.

  14. Im Blog von Winfried Stöcker (https://www.winfried-stoecker.de/blog/luebeck-impfung-gegen-corona-zusammenfassung) gibt es einige kritische Kommentare zu seiner Lübeck-Impfung, genau genommen: zwei von ungezählten unkrtischen. In einem kritischen Kommentar wird im Wesentlichen die Stellungnahme von Frau Falb zitiert. Stöckers Reaktion dazu: „… bis man all diesen Spitzfindigkeiten nachgegangen ist … wenn man Ihren Spitzfindigkeiten langwierig nachgehen würde …“ Spitzfindigkeiten – Kommentar überflüssig!

    Stöcker schreibt weiter folgendes: „Ein Arzt darf selbst hergestellte Arzneimittel nach eigenem Ermessen selbst bei seinen Patienten anwenden, das ist im Grundgesetz als Grundrecht des Arztes zum Heilen verankert, und das darf der Staat nicht einschränken (Urteil Bundesverfassungsgericht 420/97).“ Stimmt das? Das von Stöcker angeführte BVG-Urteil gibt dazu keine Antwort, denn dort geht es um die Herstellung und Anwendung von Frischzellen für Injektionen bzw. Infektionen, für die der Staat nach Ansicht des BVG keine Regelungskompetenz hat.

    Dass der Spiegel mit solchen Sachen bar jeder Sachkenntnis unkritisch zur Stimmungsmache (mir fällt dazu kein anderes Wort ein) schreitet, hat m. E. das Zeug, als Spiegel-Affäre bezeichnet zu werden. Journalistische Sorgfalt ist jedenfalls etwas anders.

    1. Ich bin kein Jurist, aber wenn jeder Arzt Menschenversuche mit nicht zugelassenen Arzneimitteln machen dürfte, könnte man sich das gesamte Zulassungsrecht ja sparen. Zumindest können illegale Versuche nicht die Grundlage einer legalen Zulassung sein.
      Wenn er das weitertreibt und sich dabei auf die Therapiefreiheit beruft, muss man ihm eben die Approbation entziehen, dann ist das Thema durch. Das geht relativ schnell, wenn Gefahr im Verzug ist. Das Problem in der Praxis ist, die Behörden tun das bisher bei Ärzten, die ohnehin tief im Rentenalter sind, eher zögerlich, weil sie damit rechnen, dass das Problem von alleine weggeht. Das sieht man zum Beispiel bei Karl Probst, der skandalöserweise offenbar immer noch eine Approbation hat.

    2. Man muss aber auch sagen, es gibt vom Bundesverfassungsgericht mehrere Skandalurteile, wenn es um Patientenschutz geht. Man google nur mal Geistheilerurteil. Geistheiler dürfen Patienten ohne den geringsten Kompetenznachweis behandeln (die brauchen nicht mal das Heilpraktiker-Jodeldiplom), weil die Patienten ja wissen, dass Geistheiler sowieso nichts können…

  15. „Hier geht es ja nicht mal um Patienten, sondern um Versuche an Gesunden.“

    Eben. Das ist der Ca­sus knack­sus.

    Herr Stöcker behandelt keine Patienten mit einem von ihm hergestellten Medikament. Trotzdem erweckt er in seinem Kommentar einen entsprechenden Eindruck diesen Eindruck. Auch das Urteil des Bundesverfassungsgerichts 420/97 spricht ausdrücklich davon: „Der Bund ist nach Art. 74 Abs. 1 Nr. 19 GG nicht befugt, die Herstellung solcher Arzneimittel zu regeln, die der Arzt zur Anwendung bei eigenen Patienten herstellt.“

    Es geht um PATIENTEN, nicht um gesunde Versuchspersonen.

    https://www.bundesverfassungsgericht.de/SharedDocs/Entscheidungen/DE/2000/02/rs20000216_1bvr042097.html

    Ich kann mir nicht vorstellen, dass Herr Stöcker aufgrund seiner langjährigen Erfahrung nicht um diese Eigenarten Bescheid weiß. Er zündet Nebelkerzen (ich behaupte bewusst), um von seinem Fehlverhalten abzulenken. Er ist ein eitler Selbstdarsteller vom Typus Bhakdi, aber nochmal eine Stufe gefährlicher, weil ihn offensichtlich keine ethische Bedenken und Einwände bremsen.

    1. Guten Morgen
      mir platzt gleich der Kragen!
      Die Impfstoffe, die jetzt mit einer Notzulassung an uns verabreicht werden gegen COVID haben die 3. Testphase überhaupt nicht erreicht, die läuft an uns, vielmehr an den betagten Senioren. Das sind Versuchsobjekte. Komisch das seit der Impfkampagne eine Übersterblichkeit der über 80 jährigen im Januar verzeichnet wird.
      Werter Herr Hömmler , Sie als Berater der Pharmaindustrie geben hier natürlich im Sinne Ihrer Auftraggeber Kommentare ab.
      Die Hand die mich füttert beißt nan nicht.
      Alles klar
      Einfach armselig

    2. Ich überlege immer ein bisschen, ob ich solche Kommentare nicht lieber einfach löschen sollte, weil natürlich jede Wiederholung von Lügen, egal wie absurd sie sind, ihnen eine seltsame Form von gefühlter Wahrheit verleiht. Andererseits zeigt so etwas natürlich auch sehr schön, welches Pack sich unter Stöckers Fans so tummelt.

  16. Guten Tag,
    sie scheinen ja ordentlich recherchiert zu haben. Furchtbar und peinlich für Sie, wirklich.
    Meine Fakten stammen von der EMA und Destatis und zu Ihrer Person bei Wikipedia.
    Im Gegensatz zu Ihnen habe ich Sie in keiner Weise beleidigt, Sie schon.
    Widerlich, auf Ihre Stufe lasse ich mich nicht herab.

    1. Ihre „Fakten“ stammen ziemlich offensichtlich von rechtsradikalen Desinformanten, die die Informationen von EMA und Destatis bewusst verdrehen, was ihre Schreihälse natürlich nicht verstehen.
      Und natürlich sind Ihre Unterstellungen beleidigend, und sie zeigen eben auch, aus welcher Ecke das kommt. Insofern ist das Gabriel-Zitat für die Szene insgesamt sehr zutreffend, ohne damit notwendigerweise einzelne Personen ansprechen zu wollen.

  17. …also die 35 Seiten über den Impfstoff von Biontec auf der EMA Seite sind auch für Sie öffentlich und nun ja die 3. Teststufe fehlt, die läuft momentan, aber das habe ich ja schon geschrieben. Dort finden Sie auch die lange Liste an Verbesserungen , die die EMA an den Hersteller stellt, um im Juli 2021 eine weitere Zulassung zu erhalten.
    Was das Ganze jetzt mit rechter Gesinnung zu tun hat?
    Bitte bleiben Sie sachlich

    1. Ja, natürlich. Da die Studie noch läuft, forscht man weiter und sieht, welche weiteren Erkenntnisse man daraus ziehen kann. Das hat nichts damit zu tun, dass „die 3. Testphase überhaupt nicht erreicht“ wäre. Das sind vollkommen normale Abläufe bei Arzneimittelzulassungen.
      Und wenn Sie nicht verstehen wollen, was die Covid-Leugner- und Pharma-Verschwörungsideologieszene mit rechter Gesinnung zu tun hat, kann ich Ihnen auch nicht helfen.

  18. …von einer normalen Arzneimittelzulassung bzw Abläufe kann hier nicht die Rede sein, Sie scheinen bzw sind überhaupt nicht kompetent, ansonsten würden Sie dies wissen. Aus diesem Grunde ist es aus meiner Sicht völlig gefährlich wie Sie mit Ihrem Halbwissen versuchen die Menschen aufzuklären und obendrein diskreditieren.
    Ihre Seite heißt ja sicher nicht umsonst….Quark.

    1. Schon klar. Ich bin nicht kompetent. Petra Falb, die für die EMA und das Paul-Ehrlich-Institut die Zulassung von Impfstoffen bewertet, finden Sie sicher auch nicht kompetent. Dann hören Sie eben auf den österreichischen Agraringenieur, den schwäbischen Milchwirt und die anderen Desinformationsschleudern der Impfgegner- und Covidleugnerszene.
      Auf meiner Seite haben Sie jetzt jedenfall genug Unsinn verbreitet. Weitere Äußerungen von Ihnen werde ich nicht mehr freischalten.

  19. @Myriam Müller

    Ich arbeite in der Pharmaindustrie und kenne mich gut in der Zulassung aus, denn die Kollegen, die solche Dokumente jeden Tag bearbeiten, sitzen gleich nebenan im Büro. Haben Sie den Schneid, Ihre „Vorwürfe“ zu wiederholen? Oder klopfen Sie nur große Sprüche?

    Und überhaupt: Was ist denn Ihre berufliche Expertise in Sachen Medikamentenzulassung? Ein Buch von Prof. Bhakdi oder ein YT-Video von Clemens Arvay können leider nicht als fachliches Know-How akzeptiert werden. Denn die Impfstoffe von BioNTech/Pfizer, AstraZeneca, Moderna und seit neuestem J&J wurden in der EU eben NICHT über eine Notfallzulassung eingeführt sondern via einer bedingte Zulassung (conditional marketing authorisation, CMA). Das hätte man auch ganz einfach recherchieren können, z.B. über die Homepage des PEI.

    1. Ich hatte eigentlich gerade geschrieben, dass ich von Frau Müllers Unterstellungen und Tatsachenverdrehungen hier nichts mehr freischalten werde, aber wenn es von seriösen Lesern unbedingt gewünscht wird…

    2. Hallo noch mal, natürlich haben Sie recht, es handelt sich um eine bedingt Zulassung. Ich benutzte das Wort: „Notfallzulssung“ einiger Medien. Die EMA verweist auf Seite 18: „In Anbetracht der erklärten internationalen gesundheitlichen Notlage und um eine frühzeitige
      Versorgung zu gewährleisten, gilt für dieses Arzneimittel eine zeitlich begrenzte Ausnahme, die es
      erlaubt, sich auf Chargenkontrolltests zu verlassen, die in dem(den) registrierten Standort(en)
      durchgeführt werden, die sich in einem Drittland befinden. Diese Ausnahme ist bis zum 31. August
      2021 gültig. Die Umsetzung der EU-basierten Chargenkontrollvereinbarungen, einschließlich der
      erforderlichen Änderungen der Zulassungsbedingungen, muss bis spätestens 31. August 2021
      abgeschlossen sein, in Übereinstimmung mit dem vereinbarten Plan für diese Übertragung der Tests.
      Fortschrittsberichte müssen bis zum 31. März 2021 eingereicht und in den jährlichen
      Verlängerungsantrag aufgenommen werden.“
      Die Frage nach der beruflichen Expertise, um hier auf dieser Seite zu urteilen , etwas für richtig oder falsch zu bewerten, gebe ich gern an Herr Hümmler weiter, denn genau das ist es was ich hier kritisiere, aber Herr Hümmler hier uneingeschränkt tätigt. Ich finde es äußerst unprofessionell von „Pack“ zu reden und mich in eine“ rechte“ Ecke zu stellen.
      Ich wünsche Herr Hümmler alles Gute
      „Wir suchen die Wahrheit, finden wollen wir sie aber nur dort, wo es uns beliebt.“ Marie von Eber- Eschenbach

    3. Das Ausweichen auf Changenkontrolltests ist ein höchst offensichtliches Red-Herring-Argument. Da geht es nur darum, wie umständlich man es macht, den Impfstoff aus welchen Ländern einzuführen. Mit den Zulassungsstudien, über die Sie hier angeblich diskutieren wollten, hat das nicht einmal im Ansatz etwas zu tun. Das nur zur Frage der Sachkompetenz.
      Was die „berufliche Expertise“ angeht, ich begleite seit 15 Jahren bei weitem nicht ausschließlich, aber regelmäßig die Planungsprozesse von Arzneimitteln von den klinischen Studien bis zu den ersten Jahren im Markt. Ich habe für forschende Pharmaunternehmen, Krankenkassen, Leistungserbringer und Medizintechnikhersteller gearbeitet. Und ehe Sie jetzt wieder versuchen, mir einen Interessenkonflikt unterzuschieben: Nein, ich habe noch nie einen Auftrag von irgendeinem Impfstoffhersteller bekommen.
      Nur an einem Punkt habe ich wirklich keine Ahnung: Falls Sie tatsächlich nicht begreifen, dass Sie sich hier zum Büttel von Leuten wie Bodo Schiffmann, Ken Jebsen, Thomas Seitz und Attila Hildmann machen, dann weiß ich auch nicht, was dazu noch sagen soll.

  20. @Myriam Müller

    Sie können gut zitieren, aber verstanden haben Sie nicht, was eine bedingte Zulassung ist: Ich helfe gerne weiter.

    „Bestimmte Arzneimittel können daher eine sogenannte bedingte Zulassung erhalten, mit der sie noch vor Abschluss der vollständigen klinischen Prüfung auf den Markt gebracht werden können. Bedingte Zulassungen können nur im zentralen Zulassungsverfahren [Anmerkung: welches über die EMA abgewickelt wird] erteilt werden und gelten jeweils für ein Jahr. Bedingte Zulassungen unterliegen damit einer besonders engmaschigen Kontrolle, bis eine reguläre Zulassung erteilt wird. Arzneimittel mit einer bedingten Zulassung müssen entsprechend gekennzeichnet sein. Hierzu wird unter anderem das Schwarze Dreieck eingesetzt. Ebenso wird in der Gebrauchsinformation („Packungsbeilage“) hierauf hingewiesen.
    […]
    Die bedingte Zulassung ist an Auflagen geknüpft. Der Zulassungsinhaber muss beispielsweise bestimmte Studien einleiten oder abschließen, um nachzuweisen, dass das Nutzen-Risiko-Verhältnis positiv ist, und um offene Fragen zu Qualität, Unbedenklichkeit und Wirksamkeit des Arzneimittels zu beantworten.“

    https://www.bfarm.de/SharedDocs/Glossareintraege/DE/B/Bedingte%20Zulassung.html

    Was die berufliche Expertise von Holm Hümmler angeht: Er hat meine Bestätigung mit Sicherheit nicht nötig, aber soweit ich es überblicken kann, besitzt er ein umfangreiches Wissen in Sachen Medikamenten und deren Zulassung. Ihnen hingegen fehlen sogar die einfachsten Grundlagen. Es genügt halt nicht, ein paar Stunden im Internet zu surfen und sich Telegram, Instagram, YT oder FB-News von Bhakdi, Jebsen oder Wodarg reinzuziehen.

    1. Frau Müller brauchen Sie nicht mehr anzusprechen. Die hat sich mit dem nächsten faktenfreien Rumstänkern endgültig aus der Diskussion entfernt.

  21. @Holm Hümmler

    Der Versuch war es wert. Insbesondere stille Mitleser, die auf dem Gebiet nicht so beschlagen sind und Rat suchen, konnten hoffentlich Erfahrung sammeln, dass man Personen wie Frau Müller nicht auf den Leim gehen darf.

    PS: Ich freue mich schon auf das #ferngespräch heute Abend. 🙂

    1. Ja, danke für all den Input.
      Meine Geduld für Bullshit hat von den Jüngern von Karl Probst über die von Clemens Arvay und von Sucharit Bhakdi bis zu denen von Winfried Stöcker deutlich nachgelassen. Wobei die Arvay-Fans schon die schlimmsten sind.

    1. Ehrlich gesagt bin ich nicht sicher, ob die Mitarbeiterin, die für Spiegel Online Wissenschaft das Interview geführt hat, jemals mit denen darüber gesprochen hat, die für Spiegel TV den Filmbeitrag gemacht haben. In größeren Medienhäusern gehen unterschiedliche Themenredaktionen häufig an ein identisches Thema vollkommen unterschiedlich heran, und es scheint auch gar nicht zu stören, dass man sich damit im eigenen Haus widerspricht.

  22. Falls du dich wunderst warum die Arvay-Trolle so hartnäckig sind, hier macht er erst kürzlich wieder Stimmung gegen dich.

    https://www.youtube.com/watch?v=90C_TpR8qro

    Du bist demnach der böse Skeptiker-King der seine Schergen losschickt um die Wikipedia Seite des Landschaftsgärtners zu manipulieren rolf. Ein bisschen subtiler ist der Arvay schon, natürlich nicht so lustig wie der Bodo Schickentanz, bei dem kann man sich wirklich anschauen wie einer beim kritischen denken schwer verunglückt.

  23. Natürlich ist der Spiegel Report absolut reißerisch und übertrieben. Das Ganze wird hier jedoch so dargestellt, als müsse man einem Pfuscher auf die Schliche kommen, der kurz davor steht, uns alle zu vergiften. Genau das ist nicht der Fall, denn Prof. Stöcker hat sich ja selbst an das PEI gewandt. Sein Selbstversuch ist ihm unbenommen. Die strafrechtliche Relevanz des Verimpfens an seine Testgruppe scheint für einen Physiker und eine Tierärztin eindeutig zu sein, Fachjuristen sind sich da jedoch durchaus strittig.

    1. Dazu, wie er sich an das PEI gewandt hat, verweise ich auf den Kommentar von Stefan Zabinski. Ansonsten ist der Versuch, mit Petra Falb eine der führenden europäischen Expertinnen für Arzneimittelzulassung wegen ihrer ursprünglichen Ausbildung als „Tierärztin“ zu diskreditieren, ein bisschen durchsichtig.

    2. Diskreditierung = das gezielte Untergraben des in eine Person gesetzten Vertrauens zum Erreichen persönlicher Ziele unter Verwendung der Lüge

      Mich würde hier interessieren, wo ich gelogen haben soll und was dabei meine persönlichen Ziele sein sollen ?

    3. Dadurch, dass Sie sich willkürliche Begriffsdefinitionen aus den Fingern saugen, wird es nicht besser.

    4. @ Dr. Holm Gero Hümmler: Dass mein letzter Kommentar (so wie wahrscheinlich auch dieser) nicht durch Ihre Zensur gekommen ist, lässt mich um diese späte Uhrzeit nochmal richtig schmunzeln.

      Wie auch immer:
      Für Sie nur das Beste und vor allen Dingen bleiben Sie gesund!

  24. In der Hoffnung damit niemanden zu diskreditieren, ändere ich gerne den letzten Satz meines Kommentars wie folgt: „Die strafrechtliche Relevanz des Verimpfens an seine Testgruppe scheint für Sie und Petra Falb eindeutig zu sein, Fachjuristen sind sich da jedoch durchaus strittig.“

    1. Das klingt jedenfalls besser. Allerdings habe ich mich zur strafrechtlichen Relevanz ganz bewusst nicht geäußert, weil ich mich, anders als zum Beispiel Petra Falb, für die das ihr tägliches Geschäft ist, mit Details der Zulassung nicht auskenne. Ich finde Stöckers selbstgerechten und fahrlässigen Umgang mit dem Leben von wirtschaftlich abhängigen Personen einfach nur ethisch widerwärtig.

    2. @ Dr. Holm Gero Hümmler: Mein Kommentar kam durch die Zensur. Ich war einfach nur zu ungeduldig, sorry !

    3. Es kann durchaus auch mal einen oder zwei Tage dauern, bis ich dazu komme, hier zu moderieren. Kommentare hier unmoderiert zuzulassen, ist leider keine Option.

    4. @ Dr. Holm Gero Hümmler: „Allerdings habe ich mich zur strafrechtlichen Relevanz ganz bewusst nicht geäußert,…“ –> Korrekt, da habe ich Sie mit Petra Falb in einen Topf geworfen, dafür sorry !

      „Ich finde Stöckers selbstgerechten und fahrlässigen Umgang mit dem Leben von wirtschaftlich abhängigen Personen einfach nur ethisch widerwärtig.“
      –> Wenn Stöcker tatsächlich das Abhängigkeitsverhältnis zu seinen Mitarbeitenden genutzt haben sollte, um Druck auf die „Freiwilligkeit“ auszuüben, so wird sich dafür mit Sicherheit und zu Recht die Staatsanwaltschaft interessieren, nur ist dafür eine nervöse und zögerliche Aussage einer Mitarbeiterin im Spiegel TV Beitrag noch lange kein Beweis. Auch für mich ist Stöcker kein Sympathieträger, aber das wichtige Prinzip der Unschuldsvermutung gilt eben auch für Personen, die man unsympathisch findet.

    5. Strafrechtlich gilt die Unschuldsvermutung natürlich.
      Mit der Tatsache, dass ich sein Verhalten widerwärtig finde, hat das überhaupt nichts zu tun, und die Aussage seiner Mitarbeiterin verdeutlicht nur ein Problem, das so oder so besteht. Es geht einfach nicht, dass man anfängt, an abhängigen Personen lebensgefährliche Experimente zu machen. Und, nein, die haben sich dafür nicht ohne Druck freiwillig gemeldet. Als die sich auf den Job beworben haben, stand in der Stellenausschreibung ganz sicher nichts von Versuchskaninchen, und wenn so ein Firmenpatriarch mit einem „ganz tollen Vorschlag“ um die Ecke kommt, dann ist man als Angestellter eben nicht frei in seiner Entscheidung, schon gar nicht, wenn man beruflich noch etwas erreichen will.
      Ich bin ja nun alles Andere als ein Gewerkschafter, aber ein ehrbarer Kaufmann hat eben auch eine Verantwortung für die, die für ihn arbeiten.

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