New Videos: Relative Quantum Nonsense and my Talk on Fringe Physicist Burkhard Heim

I’ll soon be back with articles that have more new content to offer, and I’ll switch back to German, but as I primarily want to link to videos and two of them are in English, here’s a post in English, for a change. It’ll be short, so most of my German readers should have no problem with that.

With the recent shortage of articles here, which is mostly owed to a new book project, I would like to point out some videos of talks I recently gave.

I am extremely grateful for the opportunity to talk at the Ratio Science Forum in Sofia in June this year. Great venue, great other speakers to hear and to hang out with, amazing organization. Here is the video of my talk, which is basically a 45 minute introduction to quantum nonsense and how to avoid being fooled by it.

Please check out the Ratio Science Forum talks by biologist Steven LeComber on Maths Murder and Malaria and by astrophysicist Maggie Lieu on The Dark Universe in the Eyes of Euclid, too.

If you don’t want to invest 45 minutes, there is a 30 minute talk with a somewhat similar focus (but without the the theory of relativity, for example) from the 2017 European Skeptics‘ Congress in Wroclaw.

I also gave a bite-sized talk at the English Einstein Slam in Berlin in March 2018, but apparently, there is no video online for that, so my only general ten minute science slam talk on quantum nonsense you can see online is in German, from the Dresden Einstein Slam in 2017:

I already linked to my science slam talk on biophotons in a previous article.

A video that would have been important to me because it was on a topic I don’t often talk about and on which there really isn’t much skeptical material available, from SkepKon 2017, was unfortunately lost due to technical difficulties. Therefore, I thank Andi Weimann and the Kortizes-Institute in Nuremburg for giving us the chance to re-record it and finally get it on youtube. It is about the German post-war fringe physicist Burkhard Heim, whose theories are still popular with UFO, alt med and conspiracy theory believers to this day, even outside Germany. There is a segment on Heim in my book, too, but with the full evening I had at the planetarium in Nuremberg, the talk my be even more in-depth than that. If you understand German, listen to it; it may not be as funny as my other talks, but it is a touching story about a man seriously trying to contribute to science but always hampered by his physical handicaps. His life is made even more tragic by the esoterical nonsense Heim’s incompetent admirers have woven around him and the business they’re making off him after his death.

17 Gedanken zu „New Videos: Relative Quantum Nonsense and my Talk on Fringe Physicist Burkhard Heim“

  1. Ich bin weder Esoteriker noch gehöre ich in irgendeiner Weise zu dieser Gruppe der Scharlatanen. Ich bin ein interessierter Verfolger der physikalisch theoretischen Entwicklungen. Die berechtigte Kritik an Heims physikalische Arbeiten könnte man aber auch glatt an diversen anderen gängigen Theorien ausüben, wie Stringtheorie, Schleifen Quantengravitation, etc. Auch diese und zig andere supersymmetrisch basierte Theorien, die NIE durch LHC bestätigt wurden, haben Millionen Steuergelder verschlungen, ohne jemals in der Lage zu sein, die Physik des kleinen experimentell nachweisbar zu erklären. Welche Ergebnisse aus Stringtheorie sind heute nach über 60 Jahren Forschung bekannt?

    Ich bin mir sicher, dass in der Standardtheorien mehr relativer Quantenquark zu finden ist, als in Burkhard Heims Theorie. Es wäre zu begrüßen, wenn Sie sich an diese Theorien ran wagen, wenn Sie den Mut dazu haben.

    1. Na, ganz so alt ist die Stringtheorie nicht (die Anfänge liegen in den frühen 70ern, aber so richtig Beachtung bekam sie erst in den 90ern), und ich schreibe einiges dazu im Buch. Man findet auch schon jede Menge Kritik zur Stringtheorie in Büchern und im Netz, wobei die zum Teil deutlich überzogen ist. Pseudowissenschaft ist das nicht, weil die Stringtheorie ja durchaus daran arbeitet, eine prüfbare Phänomenologie zu entwickeln. Viele supersymmetrische Ansätze sind auch jetzt schon im Prinzip testbar – man weiß, wie die Experimente aussehen müssten; nur sind sie eben aktuell nicht realistisch umsetzbar. Für die Schleifenquantengravitation gilt letztlich das gleiche. Wenn die Theoretiker ihre Hausaufgaben gemacht haben und es was zu testen gibt, reden wir weiter, vorher ist das für mich als Experimentalphysiker eine Prototheorie – wissenschaftlich, aber halt noch nicht fertig.
      Für SUSY sieht es in der Tat nicht gut aus, nach dem, was der LHC so findet (oder vielmehr nicht findet). Das weiß man aber eben erst durch den LHC. Die GUTs hat es im Prinzip schon in den 90ern am LEP zerrissen. So funktioniert halt Wissenschaft. Man macht eine Theorie, und dann testet man sie, und meistens ist sie falsch. Deswegen ist sie aber nicht rückwirkend unwissenschaftlich. Heims Feldtheorie war auch nicht unwissenschaftlich, als er sie in den 50ern entwickelt und mit seinen Kontrabatorexperimenten letztlich selbst widerlegt hat. Unwissenschaftlich ist das, was er (und vor allem seine Nachfolger) später daraus gemacht hat.
      Ich werde mich sicher nicht an aktuelle, noch offene Diskussionen „ran wagen“, die im Fach sowieso geführt werden. Das Problem bei Heim ist ja, dass da ein paar Leute ihn für Gottes Stellvertreter auf Erden halten und im eigenen Saft kochen, während sich niemand mit Fachkomeptenz auch nur die Mühe macht, ihnen zu widersprechen.

  2. Wäre das Schicksal von Burkhard Heim (1925 – 2001) weniger tragisch, könnte man Heims Massenformeln zur Berechnung von postulierten und vermeintlich experimentell bestätigten Elementarteilchenmassen des Standardmodells der Elementarteilchenphysik (SM) als „fröhliches“ Musterbeispiel für die selbstprophetische Natur der „Modernen Theoretischen Physik“ verstehen.

    Burkhard Heims Ansatz wird als 6-dimensionale polymetrische Strukturquanten-Theorie bezeichnet, die eine geometrische Struktur der Elementarteilchen offenbart. Heims Massenformeln [1] wurden Anfang der 1980er Jahre am DESY programmiert und „gerechnet“ und laut Aussagen der DESY-Mitarbeiter Dr.Schmid und Dr.Ribgen als „beachtlich“ eingestuft [2]

    http://heim-theory.com/wp-content/uploads/2016/02/Erweiterte_Massenformel_Nach_Heim_1989.pdf [1]
    https://de.scribd.com/doc/29798636/Burkhard-Heim-Massenformel [2]

    Der „Heim-generierte“ erkenntnistheoretische Wert liegt letztendlich in der Aussage, daß 6 Dimensionen das Standardmodell der Teilchenphysik ordnen. Jedoch liefern die von Heim verwendeten Formeln im Detail nichts außer Gleichungsfragmente, die so arrangiert sind, daß Übereinstimmungen mit Teilchenbeschleuniger-Ergebnissen erzielt werden können. Der erkenntnistheoretische Wert für den kritischen Beobachter begründet sich durch die mehr oder weniger transparente Gestaltung der Heimschen Gleichungen. Es wird exemplarisch deutlich, wie mathematische Konstrukte funktionieren, ohne auch nur eine Spur von Erkenntnis zu generieren.

    Nun (implizit) zu behaupten, daß SM würde auf sicheren Füssen stehen als Heims Theorie ist sehr weit hergeholt.

    Hintergründe:
    Es ist nicht leicht einem Menschen, der zumindest im Kern einer Sache Realitätsnähe und Verhältnismäßigkeit erwartet, zu erklären, daß dem oft nicht so ist, insbesondere wenn es sich um wissenschaftliche Themen handelt. Alle verbreiteten Standardmodelle, insbesondere wenn diese über größere Zeiträume herrschen, beinhalten Machtpositionen und Versorgungsstrukturen. Die Machthalter und Nutznießer werden alles tun um diese Zustände aufrecht zu erhalten.

    Realobjekt-Forschung geht von reproduzierbaren, empirischen Befunden aus und bemüht sich dann um Systematisierung, Verallgemeinerung und ein „theoretisches Verständnis“.

    Im heutigen standardmodell-orientierten Denken werden hingegen theoretisch Befunde postuliert, nach denen dann mittels computersimulierten „Versuchsaufbauten“ selektiv gesucht wird. Diese stark theoriebeladene Suche kennt keinen einzigen direkten Nachweis und lässt sich auf Grund der vielen freien Parameter, nicht detektierbaren postulierten Theorieobjekten und deren postulierten Kaskadenereignissen beliebig ergebnis-interpretieren. Die Natur hat sich gefälligst den aktuellen theoretischen Implikationen zu unterwerfen. Heute sind es beispielsweise noch postuliert elementare Quarks, morgen möglicherweise „Preonen-Substrukturierte“. Beobachtet wird das, was die aktuell herrschende Theorie fordert…

    Viele leben in dem naiven Glauben, daß das Standardmodell der Teilchenphysik trotz der derzeit 25 freien Parameter, variablen Kopplungskonstanten, mehreren Dutzend postuliert essentiellen Theorieobjekten, assoziierter Verknüpfungszahlen (Quantenzahlen), diverser Substrukturierungs-Thesen, Confinement-These, … auf rational logischen, konsistenten, experimentell bestätigten, formal berechenbaren Zusammenhängen basiert.

    Keiner kann sich auf Grund der weltweiten, jahrzehntelangen Beschäftigung der Theoretischen Physik mit Quantenfeldtheorien vorstellen, daß diese (noch) irgendwie fundamental „falsch“ sein könnten…

    Das in den sechziger Jahren von Richard Feynman entwickelte Quark-Parton-Modell (QPM) beschreibt Nukleonen als Zusammensetzung grundlegender punktförmiger Bauteile, die Feynman Partonen nannte. Diese Bauteile wurden daraufhin mit den wenige Jahre zuvor gleichzeitig von Gell-Mann und Zweig postulierten Quarks identifiziert. Eine Kaskade von Wechselwirkungs-Mutmaßungen, Näherungen, Korrekturen und zusätzlichen Theorieobjekten „verfeinerten“ in der Folgezeit das theoretische Nukleonen-Modell. Es ergeben sich u.a. Nukleonstrukturfunktionen als Summationen der Partonstrukturfunktionen über postulierte Helizitäts- und Ladungszustände aller im Nukleon postulierten „Quarksorten“. Im quantenchromodynamik-erweiterten Partonmodell sollen Quarks Gluonen abstrahlen, die entweder von den Quarks selber wieder absorbiert werden, oder aber Quark-Antiquark-Paare erzeugen oder weitere Gluonen abstrahlen. Diese „Folge-Partonen“ bilden eine „Wolke“ um das Ursprungsquark. Im Rahmen dieses Modells ist ein Quark kein punktförmiges Objekt mehr, wie im ursprünglichen QPM…

    Das Standardmodell der Elementarteilchenphysik (SM) zielt darauf ab, Materie-Entstehung und Wechselwirkungen durch rein abstrakte mathematische Symmetrien (Eichsymmetrien mit ihren Eichgruppen) zu erfassen. Der mathematische Ansatz des Standardmodells der Teilchenphysik, ausgehend von nulldimensionalen, masselosen Objekten liefert offensichtlich keine Anbindung an die wahrnehmbare physikalische Realität in der Masse und Ausdehnung Fundamentaleigenschaften darstellen. Die euphemistische Nachkorrektur mittels Higgs-Mechanismus verleiht zwar im Denkmodell des SM Teilchen theoretisch Masse, nur wird erstens dadurch die ursprüngliche Formulierung „verletzt“, zweitens stimmt die Aussage, das der Higgs-Formalismus den Teilchen Masse gibt, gar nicht, da exemplarisch SM-postuliert Quarks basierendes Proton und Neutron über das Higgs-Feld nur wenige Prozent ihrer jeweiligen Massen erhalten und drittens die vermeintlichen massegebenden Terme gar keine Massenberechnung beinhalten. Die Massenwerte folgen hier nicht aus einer physikalischen Gleichung sondern müssen als freie Parameter bekannt sein. Das bedeutet schlicht und ergreifend, auch das „higgs-korrigierte“ Standardmodell der Teilchenphysik kann weder Masse(n) erklären und schon gar nicht berechnen.

    1. Zunächst einmal empfehle ich Ihnen, sich das im Artikel verlinkte Video mit meinem Heim-Vortrag tatsächlich anzusehen – darin wird nämlich auf viele Ihrer Punkte eingegangen.
      So muss man sagen, dass Heims Ansatz das Standardmodell weder ordnet noch sonstwie erklärt und er vermutlich das Standardmodell nicht einmal in Ansätzen verstanden hat, weil die starke und schwache Kernkraft, deren Modellierung zentrale Theorien des Standardmodells ausmacht, bei Heim gar nicht existieren, genausowenig wie die experimentell nachgewiesene Partonstruktur der Hadronen. Er hat eben schlicht sämtliche experimentellen Erkenntnisse nach 1930 ignoriert oder gar nicht gekannt.
      Ich behaupte auch nicht „implizit“, dass das Standardmodell auf sichereren Füßen steht als Heims „Theorie“ – die Verlässlichkeit als Beschreibung der Natur ist tatsächlich überhaupt nicht zu vergleichen. So unhandlich das Standardmodell nun einmal ist, es hat nicht nur die Massen diverser Teilchen vorhergesagt, sondern sogar die Existenz einer ganzen Anzahl von Materieteilchen (Top-Quark, Tau-Neutrino, diverse Hadronen) und Wechselwirkungsquanten (W+/-, Z0, Higgs) vorhergesagt, die erst später experimentell nachgewiesen werden konnten.
      Heim hingegen hat aus seiner „Theorie“ genau eine Vorhersage gemacht (den Kontrabatoreffekt), und die war falsch. Heims Massenformel sagt nämlich keine Teilchenmassen voraus. Er hat damit schlichtweg Massenwerte, die er vom DESY erhalten hat, reproduziert, indem er die vielen freien Parameter („Konfigurationszonenparameter“ / „strukturelle Besetzungskennziffern“) in seiner Formel willkürlich so festgelegt hat, dass eben die jeweils richtigen Werte herauskamen. Dummerweise waren die Messwerte vieler Teilchenmassen, die Heim so „Nachhergesagt“ hat, Anfang der 1970er Jahre noch ziemlich ungenau, und wenn man die heutigen, genaueren Messwerte annimmt, sind Heims Zahlen schlicht falsch. Ich bin mir aber sicher, dass man die Konfigurationszonenparameter so anpassen kann, dass man auch die neuen Messwerte (oder eben jede beliebige andere Zahl) mit Heims Massenformel reproduzieren kann. Aber wie gesagt, das kommt alles auch im Video vor.

  3. …“So unhandlich das Standardmodell nun einmal ist, es hat nicht nur die Massen diverser Teilchen vorhergesagt, sondern sogar die Existenz einer ganzen Anzahl von Materieteilchen (Top-Quark, Tau-Neutrino, diverse Hadronen) und Wechselwirkungsquanten (W+/-, Z0, Higgs) vorhergesagt, die erst später experimentell nachgewiesen werden konnten.“…

    Herr Hümmler,

    bevor ich Ihre obigen Ausführungen kommentiere, möchte ich Sie auf eine Aussage-Diskrepanz hinweisen, die (auch) Ihnen zu denken geben sollte.

    Betrachten wir die Aussage, daß das Standardmodell keine theoretische Berechnung zur Masse des Higgs-Bosons „liefern“ kann. Diese von den Standardmodell-Theoretikern verbreitete Unmöglichkeits-These ist mehr als fraglich, wie im Folgenden erörtert wird.

    Vorgeschichte
    Es existiert ein »paper« namens Higgs-mass predictions (http://arxiv.org/pdf/0708.3344v8.pdf) von Thomas Schücker, welches am 14.Dezember 2011, also ungefähr ein halbes Jahr vor der „Entdeckung“ des Higgs-Bosons am LHC, veröffentlicht wurde. In diesem »paper« stellt Schücker eine Sammlung von 96 Higgs-Massen-Voraussagen vor, welche erstaunlich viele „Abschätzungen“ enthält, die sehr nah, mitunter „verdächtig nah“, am „ermittelten“ Massewert von mH(experimentell) ~ 125 GeV/c² angesiedelt sind.

    Besonders auffällig und besonders bemerkenswert sind die Berechnungen von D. E. Kahana und S. H. Kahana, veröffentlicht im Dezember 1993 (!)

    Die brisante Erkenntnis, die sich aus den theoretischen Details ergibt, ist die, daß der Higgs-Mechanismus nicht benötigt wird, zumal dieser keine Möglichkeit eröffnet, die Higgs-Masse zu berechnen. D. E. Kahana und S. H. Kahanaberechnen nicht nur die Higgs-Masse 1993 (!) ohne freie Parameter, sie berechnen auch die Top-Quark-Masse präzise, gleichfalls ohne freie Parameter.

    Top and Higgs Masses in Dynamical Symmetry Breaking
    David E. Kahana Center for Nuclear Research Kent State University Kent, OH 44242-0001 and Sidney H. Kahana Physics Department Brookhaven National Laboratory Upton, NY 11973 https://arxiv.org/pdf/hep-ph/9312316.pdf 21.Dec 1993
    Abstract
    A model for composite electroweak bosons is re-examined to establish approximate ranges for the initial predictions of the top and Higgs masses. Higher order corrections to this 4-fermion theory at a high mass scale where the theory is matched to the Standard Model have little effect, as do wide variations in this scale. However, including all one loop evolution and defining the masses self-consistently, at their respective poles, moves the top mass upward by some 10 GeV to near 175 GeV and the Higgs mass down by a similar amount to near 125 GeV.
    …“4.Conclusions.In summary, one gets remarkably stable predictions for the top and Higgs masses and in a parameter free fashion. The only inputs were the experimentally known couplings and the W-mass. A characteristic prediction of this type of theory is mh < mt, so that the Higgs, which is practically a tt¯ condensate, is deeply bound. In view of the present dearth of events from the FNAL experiments with DØ and CDF, the above prediction for the top (near 175 GeV) may not be wholly wild. In light of the recent unfortunate developments at the SSC, the somewhat low prediction for the Higgs mass, near 125 GeV, may take considerably longer to test…

    Aktualisierte Quelle siehe: Higgs and Top Masses from Dynamical Symmetry Breaking – Revisited (https://arxiv.org/pdf/1112.2794.pdf)
    … "predictions by the authors D. E. Kahana and S. H. Kahana , mH = 125 GeV/c² uses dynamical symmetry breaking with the Higgs being a deeply bound state of two top quarks. At the same time (1993) this model predicted two years prior to the discovery to the top its mass to be mt = 175 GeV/c²…" Die Berechnungen von D. E. Kahana und S. H. Kahana führten letztendlich zu parameterfreien, einfachsten Gleichungen. Zum Vergleich: Die experimentelle Top-Quark-Masse wird (heute) mit 173.34 ± 0.27 (stat) ± 0.71 GeV/c² angegeben.
    …”In later work [2] we evaluated the masses self-consistently at the mass-poles, which resulted in predictions of mt ~ 175 GeV, and mH ~ 125 GeV as central values within ranges produced by varying the measured strong coupling”…
    …”The variation of the predicted masses for a range of the strong and electro-weak couplings αs, αW at mW are exhibited in Figure (3) and Figure (4) reproduced from the last work [2], which was submitted to PRD well before the first FNAL publications [3,4] suggesting evidence for the top.”…
    [1] Kahana D E and Kahana S H 1991 Phys. Rev. D43 2361–2368
    [2] Kahana D E and Kahana S H 1995 Phys. Rev. D52 3065–3071 (Preprint hep-ph/9312316)
    [3] Unal G (CDF) 1995 Nucl. Phys. Proc. Suppl. 39BC 343–347
    [4] Peryshkin A (D0 Collaboration) 1995 Nucl.Phys.Proc.Suppl. 39BC 353–356

    Konträr zur Aussage des Standardmodells sind die milliardenschweren Teilchenbeschleuniger-Versuche, die allesamt nur zu indirekten Messungen in vorselektierten Zerfallskanälen mit Wahrscheinlichkeiten in der Größenordnung von 1 zu 10 Milliarden führen, gegenstandlos, da die exakten theoretischen Berechnungen von D. E. Kahana und S. H. Kahana, veröffentlicht im Dezember 1993 (!) keinerlei empirischen Befund benötigten.
    Michael J. Tannenbaum (http://www.phenix.bnl.gov/~sapin/) macht in seinen Ausführungen:
    Waiting for the W and the Higgs (https://arxiv.org/pdf/1608.06934.pdf) folgende Bemerkungen (Seiten 20 und 21):
    …”At the 50th course of the ISSP from June 23–July 2,2012 [Zichichi 2012], there was an unusually large number of invited distinguished guests, such as Peter Higgs (Fig. 12) and Murray Gell-Mann, because it was also the 40th Anniversary of QCD. I presented a talk about “Highlights from BNL and RHIC” on Wednesday June 27; then something very interesting happened. In the question period after my talk, when I was asked about some theory calculation of the PHENIX data, I said that I didn’t discuss theory, I leave that to the theorists. I added that “I don’t even talk about the Higgs boson until I see one …” (Strictly this was not true, as I did mention the Higgs boson because I doubted that it gives mass to fermions.) At dinner, I spoke to Peter Higgs and said that I hope he wasn’t offended by my statement—he wasn’t. Then he said, “You’re from Brookhaven, right. Make sure to tell Sid Kahana that he was right about the top quark 175 GeV and the Higgs boson 125 GeV” [Kahana and Kahana 1993].”…

    Dass weder Peter Higgs noch irgendein SM-Vertreter auf die bemerkenswerten Arbeiten von D. E. Kahana und S. H.Kahana öffentlich hinwiesen und diese auch populärwissenschaftlichen Magazinen offensichtlich „unbekannt sind“, obwohl diese in Fachkreisen bekannt sein mussten, dokumentiert die Brisanz der exakten theoretischen Voraussagen aus dem Jahre 1993.

    Die Berechnungsgrundlagen des Autoren-Teams Kahana/Kahana stammen aus dem Jahre 1961 von Y.Nambu andG. Jona-Lasinio, veröffentlicht in Physical Review Volume 122, Number 1 April 1. Quelle: Nambu Y and Jona-Lasinio G 1961 Phys. Rev. 122(1) 345–358 (http://journals.aps.org/pr/pdf/10.1103/PhysRev.122.345)
    Ein "Problem", welches aus den präzisen K-K-Berechnungen folgt, ist, daß man sich den immensen theoretischen und experimentellen Aufwand spätestens von 1993 bis heute hätte sparen können. Mit Verweis auf Nambu Y and Jona-Lasinio G 1961 Phys. Rev. 122(1) 345–358 (http://journals.aps.org/pr/pdf/10.1103/PhysRev.122.345) war das gesamte SM-Projekt bereits Anfang der 1960er Jahre erkenntnistheoretisch "mittels" methodischer Zirkelschlüsse abgeschlossen.

    Bezüglich der vermeintlichen Massenberechnungen des SM

    Bitte keine Angaben gemäß iterativer Methoden im Rahmen von Gittereichfeldtheorien. Denn diese sind auf Grund der Algorithmen bereits stark theoriebeladen und liefern letztendlich ergebnisorientiert Massen im Prozentfehlerbereich.

    Das eigentliche Verständigungsproblem beginnt deutlich früher. Die gemäß SM postulierten Quarkmassen ergeben in der Summe bei weitem nicht die Nukleonenmassen. Gluonen sind masselos.
    Postulierte Up-Quark Masse: 2.3±0.7 ± 0.5 MeV/c² up (u)
    Postulierte Down-Quark Masse: 4.8±0.5 ± 0.3 MeV/c² down (d)
    938,272 0813(58) MeV/c² Protonmasse duu ~ 0,8 – 1,2 % (!!!) Quarksmassenanteil
    939,565 4133(58) MeV/c² Neutronmasse ddu ~ 1,1 – 1,4 % (!!!) Quarksmassenanteil

    Somit sind auch aus Protonen und Neutronen zusammengesetzte Schwerionen (wie Bleikerne) nicht durch Quarks und Gluonen darstellbar. Das bedeutet, daß nach dem Masse-Energie-Äquivalenzprinzip Nukleonen und letztendlich Schwerionen fast gesamtheitlich aus phänomenologisch unbestimmter Bindungsenergie bestehen. Noch gravierender ist die Tatsache, daß die Ionen auf fast Lichtgeschwindigkeit beschleunigt werden, bevor sie kollidieren. Das bedeutet, es kommt zur Bindungsenergie auch noch eine beträchtliche Menge an äußerer Energie hinzu. Wie diese sich phänomenologisch vorstellbar in Translationsenergie und »Masseäquivalenz« aufteilt, sagt uns die Relativitätstheorie nicht. An Richard Feynman’s Aussage
    "It is important to realize that in physics today, we have no knowledge of what energy is."…
    hat sich bis heute nichts geändert. Die Physik lebt von sekundären Größen respektive sekundären Begriffen, die allesamt keine (konsistente) Phänomenologie besitzen.

    Fazit: Nicht gemäß einer Meinung sondern nach dem Kenntnisstand und den Postulaten des SM kollidieren bei Teilchenkollisionen also hauptsächlich phänomenologisch unbestimmte beschleunigte Energiepakete sprich Bindungsenergien und hauptsächlich äußere Energie miteinander, von Elementarteilchenmassen existiert so gut wie keine »Spur«.

    Es geht nicht um die sinnlose Frage, was (physikalische) Wahrheit ist, denn ein Denkmodell ist eben nur ein Denkmodell. Es geht aber sehr wohl um die ehrliche Frage, inwieweit ein gegenwärtiges Modell, beispielsweise zur Materiebildung, minimalistisch ist und zugleich eindeutige Lösungen liefert. Diese Frage ist stets beantwortbar.

    Ein Experiment braucht zu seiner Konzeption eine konkrete Fragestellung. Ist die Fragestellung das Ergebnis eines mathematischen Formalismus so ist das Versuchsergebnis entsprechend theoriebeladen. Wenn dann noch, wie im Rahmen der Standardmodelle üblich, die messbaren Ergebnisse vorselektiert und nur indirekt mit den postulierten Theorieobjekten „verbunden“ sind, ist der Interpretations-Beliebigkeit nichts mehr entgegenzusetzen.

    Erst einmal soweit.

    1. 1. Was wollen Sie damit eigentlich sagen???
      2. Zur Higgs-Masse: Wie kommen Sie darauf, dass das Standardmodell keine Vorhersagen zur Higgs-Masse liefern könne? Mit immer besseren Daten der Experimente am Large Electron-Positron Collider (LEP) war es in den 80er und 90er Jahren möglich, die Obergrenze der Standard-Modell (SM)-Higgs-Masse aus dem SM und den LEP-Daten immer weiter abzusenken, was unter anderem dazu geführt hat, dass der Bau des Superconducting Supercollider (SSC) abgebrochen wurde, weil klar war, dass ein mit dem SM vereinbares Higgs schon am LHC gefunden werden müsste. Letztendlich waren die Obergrenze aus SM und LEP-Daten und die Untergrenze (hätte am LEP oder Tevatron gefunden weren müssen) nur noch wenige Prozent auseinander. Genau in diesem Fenster wurde das Higgs dann am LHC nachgewiesen.
      3. Zu den Quarkmassen: Ihnen ist schon klar, dass ein Hadron nicht nur aus Valenzquarks besteht, oder? Sonst kann ich mir meine Zeit für diese Diskussion nämlich wirklich sparen.

  4. Herr Hümmler,
    Sie schreiben…
    …“So unhandlich das Standardmodell nun einmal ist, es hat nicht nur die Massen diverser Teilchen vorhergesagt…“

    Massen der Teilchen? Was für Teilchen bzw. welche Teilchenmassen?

    Das Standardmodell der Elementarteilchenphysik (SM) zielt darauf ab Materie-Entstehung und Wechselwirkungen durch rein abstrakte mathematische Symmetrien (Eichsymmetrien mit ihren Eichgruppen) zu erfassen. Der mathematische Ansatz des Standardmodells der Teilchenphysik geht von nulldimensionalen, masselosen Objekten aus,… wie bekannt sein sollte und wie ich bereits geschrieben hatte.

    Untermauern Sie Ihre These, daß das SM Fermionen-Massen theoretisch berechnen kann.
    Nicht Ihre Meinung sondern verbindliche Quellenangaben sind notwendig! Und bitte…

    Gleiches gilt für die Higgs-Bosonen-Masse. Bestätigen Sie Ihre Behauptung, daß SM könnte die Higgs-Bosonen-Masse theoretisch berechnen (anhand formaler Berechnungen…liefern Sie konkrete Quellenangaben).

    Mein Tipp: Sparen Sie sich die Mühe, denn die Fermionen-Massen sowie die Higgs-Bosonen-Masse gehören zu den derzeit 25 freien Parametern des SM.

    Zum Postulat von virtuellen Seequarks und Gluonen respektive eines postulierten „Sees“ von Gluonen, Quarks und Antiquarks zur Erklärung der fehlenden Masse der Nukleonen, ist leicht zu erkennen, wie diese Hilfsthesen ergebnisorientiert konstruiert sind. „Am Rande bemerkt“: In diesem Zusammenhang ist sowohl die postulierte asymptotische Freiheit als auch das Confinement aus rational logischer als auch aus erkenntnistheoretischer Sicht stark diskussionswürdig, um es moderat zu formulieren.
    Sie glauben, daß der überwiegende Teil der Hadronenmassen (und damit der sichtbaren Masse im Universum) nicht durch die nackten Massen der Konstituenten-Quarks generiert wird, sondern dynamisch durch die Energie der Wechselwirkung! Nichts anderes bedeuten meine obigen Kommentarausführungen.
    Wenn Sie jetzt noch einen Schritt weitergehen, sollte Ihnen eigentlich folgendes Auffallen.

    In einem größeren Bild (ΛCDM-Modell) wird nun postuliert, daß die sichtbare Masse wiederum nur einen kleinen Teil (~ 5%) der Masse im Universum ausmacht. Größtenteils besteht das Universum für die heutigen Standardmodell-Gläubigen aus Dunkler Materie und Dunkler Energie.

    Wer hier rechnen kann, ist klar im Vorteil. Der Higgs-Mechanismus liefert ~ 1% der Massen, die Theorie zum Universum davon wiederum 5%, daß macht in der Summe (0,01 x 0,05) 0,05% Theorievorhersage zur Masse.

    Lesen Sie eigentlich die Kommentare, bevor Sie sich dazu äußern?

    In dem Zusammenhang können Sie sich Ihre naive Bemerkung zu meinem (Grund-)Wissen sparen.

    Eine von vielen möglichen Gegenfragen: Was genau wissen Sie (außer ein paar gelernten Postulaten und etwas Mathematik zur Lagrangedichte) über die Konsistenzprobleme des SM?

    Ihre Frage: Was ich eigentlich sagen will? …
    habe ich bereits beantwortet.
    Das Taktieren mit mehr als 20 freien Parametern macht „Alles“ möglich, daß dürfte selbst für Normalbegabte verständlich sein. Streng genommen ist das Standardmodell der Teilchenphysik mit derzeit 25 freien Parametern, stetiger Nachparametrisierung, wiederholter Substrukturierung, Confinement-These,… ein philosophisches und kein physikalisches Denkmodell. Mit anderen Worten: Die deutlich weniger, genauer spärlich, voraussagefähige Quantenchromodynamik (QCD) ist als Theoriekonzept naturphilosophisch betrachtet, im Verhältnis zur QED, nicht der Rede wert, da die Anzahl der freien Parameter und die Anzahl der mit den Jahren auf Grund von Unstimmigkeiten zu Meßergebnissen dazugekommenen postulierten Theorie-Objekte jeden argumentativ vertretbaren Rahmen sprengen.

    „Vergessen“ Sie für einen Moment mal Ihr gelerntes Wissen und denken Sie rational-logisch und basisnah.

    Der nicht vorhandene Spin der Quarks und Gluonen
    Die erste Annahme war, bedingt durch die theoretischen Vorgaben Mitte der 1960er Jahre, daß im Bild des SM der postulierte Protonenspin sich zu 100% aus den Spinanteilen der Quarks zusammensetzt. Diese Annahme wurde 1988 bei den EMC-Experimenten nicht bestätigt. Ganz im Gegenteil, es wurden sehr viel kleinere, sogar mit Null verträgliche Anteile gemessen ( ∆∑ = 0.12 ± 0.17 European Muon Collaboration). Die Quark-These von fermionischen Spin-1/2-Teilchen war somit widerlegt. Hier hätte man aus wissenschaftlicher Sicht die „Quark-Idee“ experimentell basierend, argumentativ „begraben“ müssen. Man kann diesen verpassten (möglichen) Wendepunkt gar nicht genug „strapazieren“. Mit welcher Berechtigung werden (auch heute noch) Quarks als Spin-½-Teilchen „vorgestellt“?

    Auch die zweite Annahme, daß die ins Leben gerufenen Gluonen zum Protonenspin beitragen, ergab nicht das gewünschte Ergebnis. In der dritten, derzeit aktuellen Theorie-Fassung sollen nun Quarks, Gluonen und deren dynamisch-relativistische Bahndrehimpulse im Ergebnis fein säuberlich den Protonenspin ausmachen.

    [Was den stark theoriebeladenen experimentellen Teil der postulierten relativistischen Quarks-„Bahndrehimpulse“ angeht, siehe exemplarisch die Ausführungen zum COMPASS-Experiment (https://www.weltderphysik.de/thema/bmbf/physik-der-kleinsten-teilchen/compass/). Zur Computersimulation siehe exemplarisch The nucleon spin and momentum decomposition using lattice QCD simulations (https://arxiv.org/pdf/1706.02973.pdf) …Man beachte trotz der ergebnisorientierten Berechnungen die enormen Fehlergrenzen, wenn man in einem größeren Bild diese mit den Fehlergrenzen für (realphysikalische) Messgrössen, wie beispielsweise magnetische Momente vergleicht (Doppel-Penning-Falle, QED).]

    Bei genauer Betrachtung besitzt diese 2.Nachkorrektur den Vorteil, daß das Ergebnis im Rahmen der Gitter-Eichfeld-Theorie und Konstrukten, wie „Pionenwolken“, rein algorithmisch in Großrechner-Anlagen „errechnet“ wird und aus Sicht der SM-Gläubigen nicht falsifiziert werden kann. Es wird also solange „kombiniert“, bis das gewünschte Ergebnis iterativ vorliegt. Aber selbst diese, an den Haaren herbeigezogene Maßnahme, rechtfertigt offensichtlich keine Klassifizierung der Quarks als Fermionen. Denn egal wie konstruiert das asymmetrische Ensemble aus nicht beobachtbaren postulierten Theorieobjekten und Wechselwirkungen auch immer annonciert wird, die Quarks selbst wurden (schon 1988) nicht als Spin-½-Teilchen „gemessen“.

    Darüber hinaus ist auch die postulierte Asymmetrie der Quark-Ladungsträger in Form stark unterschiedlicher Massen(-Grenzen) und unterschiedlich fragmentierter elektrischer Elementarladung erkenntnistheoretisch sehr problematisch, insbesondere unter dem Aspekt das Quarks nicht detektiert werden können (Confinement-These).

    Standardmodell-Protagonisten sind so überzeugt von ihrem Glauben, daß sie das Wesentliche offensichtlich aus den Augen verloren haben. Wieso sollte eine komplexe, postuliert mehrobjekt-asymmetrisch, ladungsfragmentierte, dynamische Substruktur einen Spinwert ½ und eine ganze Elementarladung e über dynamische Zustände im zeitlichen bzw. statistischen Mittel erschaffen? Der Vergleich mit dem SM-postuliert punktverarmten, „leptonischen“ Elektron, mit Spinwert ½ und ganzer Elementarladung e, welches ohne „dynamische Mühe“ und Struktur dieses „schafft“, identifiziert die Quarks-Gluonen-These als philosophische These.

    Und wenn Sie letztendlich verstanden haben, daß D. E. Kahana und S. H. Kahana nicht nur die Higgs-Masse bereits 1993 (!) ohne freie Parameter, sondern auch die Top-Quark-Masse präzise, gleichfalls ohne freie Parameter berechneten, bevor theoriebeladene experimentelle Ergebnisse vorlagen, erahnen Sie zumindest die zu Grunde liegende Zirkelschlussproblematik.

    1. Mal eine ganz ernsthafte Frage: Bei der Zeit, die Sie für so etwas investieren und angesichts der Tatsache, dass Sie ja offenbar nicht vollkommen inkompetent in naturwissenschaftlichen Dingen sind, warum verbringen Sie diese Zeit nicht mit seriöser Wissenschaft?

    2. Insofern – mal ehrlich: Dass ein Hobbyphysiker mit einem Unternehmensberater, der einen Jahre zurückliegenden Hintergrund in experimenteller Hadronenphysik hat und sich in seiner Freizeit ein paar Stunden die Woche mit Wissenschaftskommunikation beschäftigt, über Richtig oder Falsch des Standardmodells diskutiert, ist einfach vollkommen sinnlos. Es gibt genügend Leute, die ihr ganzes Arbeitsleben damit zugebracht haben.
      Mich ärgert nur, wenn Dinge wie die Partonstruktur der Hadronen oder das Confinement dieser Partonen, die nicht Ergebnisse des Standardmodells, sondern experimentell überprüfbare Tatsachen sind (und somit ein Minimum, was jede seriöse Theorie auf alle Fälle als Erklärung beinhalten muss), „naturphilosophisch“ in Frage gestellt werden. Wenn man schon die Realität bestreitet, braucht man über deren Modellierung nicht zu diskutieren.
      Womit das Thema für mich auch erschöpfend behandelt ist. Glauben Sie ernsthaft, dass hier irgendjemand (außer mir, notgedrungen, bis jetzt) diese endlosen Kommentare an dieser Stelle tatsächlich liest?

  5. Herr Hümmler,
    mal abgesehen von Ihrer herablassenden Formulierung …“ dass Sie ja offenbar nicht vollkommen inkompetent in naturwissenschaftlichen Dingen sind, warum verbringen Sie diese Zeit nicht mit seriöser Wissenschaft?“… ist die Frage aus Ihrem Munde – unter dem Aspekt, daß in Ihrem Wikipedia-Eintrag-Eintrag vermerkt ist: „Hümmler verließ die aktive Forschung 2001“…, in der englischen Ausführung steht schlicht „He left science in 2001“ … – deplatziert. Das Jahr 2019 steht vor der Tür.

    Wären Sie nicht so ignorant, dann wüssten Sie bereits, daß ich, wie man heute so schön sagt, einen wissenschaftlichen „Background“ (Chemie, Metallorganische Chemie (Diplomnebenfach), Physik allgemein, Festkörperphysik (Konversionselektronen-Mößbauer-Spektroskopie), Standardmodelle) habe. Zwei (Mouse-)Klicks (auf meinen Namen und dann auf eine Grafik) „verraten“ Ihnen webseitenmenügesteuert „Einiges“ über das, was man wissen sollte zu Wunsch und Wirklichkeit von Materiebeschreibungen.

    Kurz zu Ihrer Orientierung. Ich habe auf Grund der (überraschenden) Ergebnisse von Randolf Pohl zur Protonenradiusmessung (Stichworte: Erstveröffentlichungen Myonischer Wasserstoff 2010 mit starker Abweichung (~ – 4,4%) vom CODATA-Wert) Anfang 2012, nach einer langen Auszeit, wieder mit der theoretischen Aufarbeitung der Hintergründe begonnen. Meine eigenen Berechnungen gehen in das Jahr 1986 zurück. In diesem Sinne hatte ich den experimentellen Protonenradiuswert phänomenologisch begründet bereits 1986 vorausgesagt. Von da an war es ein langer Weg, u.a. die Diskrepanz im Rahmen der QED zu verstehen. Jede weitere Frage führte zu noch mehr Fragen. Letztendlich ergab sich zwingend ein aktuelles Standardmodell-Gesamt-Wissen.

    Sie denken zu einfach und im gleichen Atemzug zu komplex. Sie „genossen“, so wie ich, eine naturwissenschaftliche Ausbildung. Das befähigt uns „Dinge“ zu analysieren und u.a. auf Konsistenz zu prüfen. Die experimentellen Ergebnisse des SM bezüglich der (Sub-)Struktur waren und sind in direkter Wechselwirkung mit den gewünschten theoretischen Erwartungen und wurden über Jahrzehnte theorieseitig nachkorrigiert. Glauben Sie ernsthaft, daß ein Teilchenphysiker, der im ihm zu Grunde liegenden theoretischen Rahmen alternativlos „forscht“, etwas grundlegend anderes hervorbringt, als die x-te Schönheitskorrektur zum „Wohle“ der aktuellen theoriebeladenen Versuche? Sie verwechseln Versuchsergebnisinterpretationen mit Versuchsergebnissen.

    Es wäre töricht anzunehmen, daß Sie im Rahmen Ihrer Ausbildung etwas anderes als quantenfeldtheoretische Überlegungen ernst nehmen.

    Ich befasse mich insbesondere mit der Frage, wie Masse und Raum basisnah miteinander verknüpft sind und im „Zusammenspiel“ zu verständlichen Materiebildungen führen, die sich näherungsfrei und ohne freie Parameter formal-analytisch – sowohl mikroskopisch als auch korrespondierend makroskopisch – berechnen lassen. Meine Ergebnisse stehen in Einklang mit den Versuchsergebnissen. Ob Sie mich als Hobbyphysiker oder Kuchenbäcker sehen wollen, ändert nichts an der Realität und die sieht recht simpel aus. Wenn ein phänomenologisch begründetes physikalisches Denkmodell Versuchsergebnisse voraussagt, respektive bestätigt, dann stellt sich die Frage, welches Modell im Vergleich mit anderen in Bezug auf Anschaulichkeit, Minimalismus, Voraussagefähigkeit, Konsistenz und Korrespondenz zwischen Mikro- und Makrokosmos leistungsfähiger ist. Insbesondere die Tatsache, daß Sie auf Grund Ihrer Distanz zur aktuellen Forschung auch finanziell unabhängig davon existieren, bringt Ihnen das Potential „genauer“ hinzuschauen. Ob Sie das dann auch durchführen, ist Ihre persönliche Entscheidung.

    Ich bin zeitreich. Ich hoffe doch, daß es Interessierte gibt, die Kommentare lesen. Und wenn nicht, meine Kommentartexte sind in der Sache, losgelöst von Ihren Kommentarfeldern, bereits vorliegend.

    Abschließend: Die „Zersplitterung der Materie“ als Selbstzweck mathematischer Theorien und die zwangsläufige Zunahme irrelevanten Wissens, insbesondere in Form von unbeständigen virtuellen Teilchen, ist mittlerweile etabliertes Standarddenken. Statt in Vereinfachung endet dieses formale Postulieren und „Theorie-Verfeinern“ offensichtlich nicht im Erkenntniszuwachs, sondern in wissenschaftlicher Beliebigkeit. Die auf Mathematik basierende Grundlagen-Physik bedarf dringend einer naturphilosophisch orientierten Reglementierung. Glauben Sie, das geschieht mittels der Protagonisten bestehender Theorien?

  6. Also ich habe die Kommentare gelesen Herr Hümmler…
    Und bedanke mich bei Herr Dirk Freyling…
    Es tut gut zu erfahren, dass es immer mehr Menschen gibt, die nicht den Mainstream verfallen sind und über den Tellerrand hinaus schauen.

  7. …Dito: Auch ich habe alle Kommentare gelesen, und Hr. Freyling bestätigte – detailierter als meinem mathematisch formschwachen Verstand eigentlich zuträglich – was ich schon wusste: dass am Klischee von den rationalistisch hochgezüchteten Quanten-Nerds , die sonst keine Ahnung von nix haben, viel Wahres dran ist.
    Um es klar zu sagen, Herr Thümmler, nur gut rechnen und etwas pärziser und rationaler denken können als die meisten Menschen, qualifiziert sie noch lange nicht zu tiefer gehenden Urteilen über die Welt und diese Menschen (die Sie nicht verstehen (können)). Das bezieht sich weniger auf Ihr offensichtlich erkennntis- und wissenschaftstheoretisch kindisches Weltbild (das auch) als vielmehr bzw. insbesondere auf Ihren diffamierenden Brief an den Bergheim-Bürgermeister zum Querdenken-Kongress („extremistische, menschenverachtende Ideologien“), der mich mit seiner arroganten Gutmenschen-Besserwisser-Attitüde an analoge Pamphlete kommunistischer Propagandisten aus (u.a auch dadurch untergegangenen) Ost-Diktaturen erinnert.
    Damit keine Missverständnisse auftreten: Sicherlich ist das meiste, was angebliche Esoteriker (sie sind nämlich meistens keine) über Quantenphysik glauben oder sagen, Quatsch. Doch aus einem/Ihrem diesbezüglichen tatsächlichen Besserwissen einem universalen Wahrheitsanspruch abzuleiten ist mindestens genauso „schräg“, wenn nicht noch schräger: denn die Light-Esoteriker (wie ich sie als sozusagen „Fullspectrum-Esoteriker“ nenne) maßen sich – anders als Sie – keine Wert- und Fach-Urteile über das ihnen fremde Metier an, sondern beziehen sich nur darauf – ob falsch oder mit ungenügendem Verständnis, spielt dabei keine Rolle.
    Sie hingegen haben – wie Ihre obigen Ausführungen zeigen und Hr. Freyling zu recht kritisiert hat – die sozusagen philosophische Basis überhaupt nicht verstanden, verbreiten aber ungeachtet dessen nicht nur Ihr Halbwissen (wogegen gar nichts einzuwenden ist, schließlich sollte jeder sagen können, was er für richtig und wahr hält), sondern exkulpieren sich darüber hinaus als Großinquisitor der reinen Wissenschaft indem Sie Menschen, die anders denken und demzufolge andere Welt-Erfahrungen haben, herabwürdigen und inkriminieren. Und um das zu verschleiern scheinargumentieren Sie dann (typisch!) mit hanebüchenen Beispielen und schlichten, aus den Relotius-Medien abgeschrieben Unsinn („Ätzende Bleichmittel“).
    Demnach mag zwar Ihre Heim-Kritik aus einer naturwissenschaftlich-formalen Perspektive berechtigt sein (was ja z.B. auch schon Bruhn formuliert getan hat, wenn ich mich richtig erinnere), doch geht sie teils am Zweck der „ganzen Veranstaltung“ vorbei. Denn der Heim`sche Ansatz und sein Verdienst ist eher als mathematisierter „metatheoretischer“ Versuch zu verstehen, Welt/Matiere und Bewusstsein zusammenzudenken und -zurechnen. Ihre Kritik ist deshalb letztendlich billig, also sozusagen „für die Katz“!

    Als jemand, der in beiden Welten (der Wissenschaft und der Esoterik) beheimat ist, würde ich Ihnen empfehlen: Gehen Sie eine Weile in sich indem Sie die grundlegenden Fragen (was ist Materie/Energie/Bewusstsein/Energie/Information usw.) kontemplierend untersuchen; dazu können Sie sich die Frage stellen, ob es Welt außerhalb eines/des Bewusstseins gibt und geben kann, und vor allem: wer diese Fragen stellt!

    1. Hm, immerhin haben Sie ja Herrn Freylings Namen richtig geschrieben…
      Das ist genau der Grund, weshalb ich Diskussionen wie die mit Herrn Freyling nicht mag (abgesehen davon, dass sie völlig sinnlos sind – ich arbeite nicht in dem Feld, es würde ihm also gar nichts bringen, wenn er mich überzeugen könnte): Jemand hat die Inhalte nicht verstanden und spinnt sich dazu irgendwas zusammen, bis hin zur Verharmlosung von Nazis und Reichsbürgern. Bei aller Kritik, die man an der Argumentation von Herrn Freyling anzubringen hatte; für so etwas vereinnahmt zu werden, hat er nicht verdient.

    2. Übrigens hat Burkhard Heim in seinen Büchern Physik und Esoterik immer sehr sorgfältig getrennt. Seine ganzen „Elementarstrukturen“-Bände, auch der dritte, sind reine (wenngleich falsche) Naturwissenschaft, und seine Bändchen über Leben, „Postmortale Zustände“ und Bewusstsein nehmen keinen Bezug auf seine Feldtheorie, sondern folgen eigenen, pseudowissenschaftlichen Formalismen.
      Die ganzen Esoterik-Aspekte in seiner Feldtheorie („geistige Dimensionen“ etc.) sind ihm ganz offensichtlich nach seinem Tod untergeschoben worden. Das geht ja relativ einfach, weil ihn sowieso keiner versteht.

  8. >>>Jemand hat die Inhalte nicht verstanden und spinnt sich dazu irgendwas zusammen

    Sprechen Sie jetzt über sich, oder wie?
    Denn genau das meinte ich, und formuliere es gern noch einmal dezidierter:
    Sie schmähen und verunglimpfen ein Gebiet (die Esoterik), von dem Sie keine Ahnung haben – was ja weit verbreitet ist. Etwas seltener ist allerdings die Chuzpe (um es höflich auszudrücken), die darin besteht, dass diese Schmähkritik von einem Aussteiger! aus einem Wissenschaftsbereich stammt, dessen Vertreter gern lautstark suggerieren (freilich mit dem verlogenen Zusatz, „wie wenig wir doch wissen“), die einzig wahren Welterklärungen und -bilder liefern zu können – die bei genauem Hinschauen dem ahnungslosen Publikum jedoch nur Erkentnnisschrott verkaufen (siehe (nur hier) Freyerling).
    Auf der Kommunikationsseite gehören dazu auch die Suggestionen (das ist sozusagen eher Ihr Part), die derzeitige staatlich alimentierte Teilchenphysik und Kosmologie betreibe keine „Esoterik“ (in Ihrem Sinne verstanden), sondern die gute, reine, objektive (Haha!) Wissenschaft. Die Argumente und Beispiele dazu erspare ich mir ebenso wie Proargumente für bestimmte „esoterische“ gerätetechnische Anwendungen auf der anderen Seite, die sich – da gebe ich Ihnen mal Recht – oft irreführend auf „Quanten“ sützen.
    Aber: Na und! So ist es im Marketing. Ihre Leute tun nichts anderes; die verkaufen kommunikationstechnisch sogar völliges Versagen als Erfolge (Geo600 u.ä. Zeugs), manchmal mit, manchmal ohne quasi zusätzlich an der Uhr zu drehen (altes Beispiel: Hafele/Keating). Zudem ist der Bezug bzw. die Argumentation nicht völlig falsch bzw. nur, wenn man/Sie bestimmte Resultate und Ergebnisse leugnet, Tatsachen verdreht und Zusammenhänge verkürzt.
    Kurz gesagt: Sie und Ihre Bundesgenossen sind einfach nur die besseren Täuscher und Publikumsbetrüger (und Selbstbetrüger nicht zu vergessen natürlich!) und haben deshalb die Interpretationshoheit – aber die schwindet ja angetrieben vom Weltgeist (Vorsicht Esoterik!) glücklicherweise zunehmend.
    Und damit verabschiede ich mich auch!
    Leben Sie wohl in Ihrem expandierenden, relativistischen, inflationären Kosmos…

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