New Videos: Relative Quantum Nonsense and my Talk on Fringe Physicist Burkhard Heim

I’ll soon be back with articles that have more new content to offer, and I’ll switch back to German, but as I primarily want to link to videos and two of them are in English, here’s a post in English, for a change. It’ll be short, so most of my German readers should have no problem with that.

With the recent shortage of articles here, which is mostly owed to a new book project, I would like to point out some videos of talks I recently gave.

I am extremely grateful for the opportunity to talk at the Ratio Science Forum in Sofia in June this year. Great venue, great other speakers to hear and to hang out with, amazing organization. Here is the video of my talk, which is basically a 45 minute introduction to quantum nonsense and how to avoid being fooled by it.

Please check out the Ratio Science Forum talks by biologist Steven LeComber on Maths Murder and Malaria and by astrophysicist Maggie Lieu on The Dark Universe in the Eyes of Euclid, too.

If you don’t want to invest 45 minutes, there is a 30 minute talk with a somewhat similar focus (but without the the theory of relativity, for example) from the 2017 European Skeptics‘ Congress in Wroclaw.

I also gave a bite-sized talk at the English Einstein Slam in Berlin in March 2018, but apparently, there is no video online for that, so my only general ten minute science slam talk on quantum nonsense you can see online is in German, from the Dresden Einstein Slam in 2017:

I already linked to my science slam talk on biophotons in a previous article.

A video that would have been important to me because it was on a topic I don’t often talk about and on which there really isn’t much skeptical material available, from SkepKon 2017, was unfortunately lost due to technical difficulties. Therefore, I thank Andi Weimann and the Kortizes-Institute in Nuremburg for giving us the chance to re-record it and finally get it on youtube. It is about the German post-war fringe physicist Burkhard Heim, whose theories are still popular with UFO, alt med and conspiracy theory believers to this day, even outside Germany. There is a segment on Heim in my book, too, but with the full evening I had at the planetarium in Nuremberg, the talk my be even more in-depth than that. If you understand German, listen to it; it may not be as funny as my other talks, but it is a touching story about a man seriously trying to contribute to science but always hampered by his physical handicaps. His life is made even more tragic by the esoterical nonsense Heim’s incompetent admirers have woven around him and the business they’re making off him after his death.

4 Gedanken zu „New Videos: Relative Quantum Nonsense and my Talk on Fringe Physicist Burkhard Heim“

  1. Ich bin weder Esoteriker noch gehöre ich in irgendeiner Weise zu dieser Gruppe der Scharlatanen. Ich bin ein interessierter Verfolger der physikalisch theoretischen Entwicklungen. Die berechtigte Kritik an Heims physikalische Arbeiten könnte man aber auch glatt an diversen anderen gängigen Theorien ausüben, wie Stringtheorie, Schleifen Quantengravitation, etc. Auch diese und zig andere supersymmetrisch basierte Theorien, die NIE durch LHC bestätigt wurden, haben Millionen Steuergelder verschlungen, ohne jemals in der Lage zu sein, die Physik des kleinen experimentell nachweisbar zu erklären. Welche Ergebnisse aus Stringtheorie sind heute nach über 60 Jahren Forschung bekannt?

    Ich bin mir sicher, dass in der Standardtheorien mehr relativer Quantenquark zu finden ist, als in Burkhard Heims Theorie. Es wäre zu begrüßen, wenn Sie sich an diese Theorien ran wagen, wenn Sie den Mut dazu haben.

    1. Na, ganz so alt ist die Stringtheorie nicht (die Anfänge liegen in den frühen 70ern, aber so richtig Beachtung bekam sie erst in den 90ern), und ich schreibe einiges dazu im Buch. Man findet auch schon jede Menge Kritik zur Stringtheorie in Büchern und im Netz, wobei die zum Teil deutlich überzogen ist. Pseudowissenschaft ist das nicht, weil die Stringtheorie ja durchaus daran arbeitet, eine prüfbare Phänomenologie zu entwickeln. Viele supersymmetrische Ansätze sind auch jetzt schon im Prinzip testbar – man weiß, wie die Experimente aussehen müssten; nur sind sie eben aktuell nicht realistisch umsetzbar. Für die Schleifenquantengravitation gilt letztlich das gleiche. Wenn die Theoretiker ihre Hausaufgaben gemacht haben und es was zu testen gibt, reden wir weiter, vorher ist das für mich als Experimentalphysiker eine Prototheorie – wissenschaftlich, aber halt noch nicht fertig.
      Für SUSY sieht es in der Tat nicht gut aus, nach dem, was der LHC so findet (oder vielmehr nicht findet). Das weiß man aber eben erst durch den LHC. Die GUTs hat es im Prinzip schon in den 90ern am LEP zerrissen. So funktioniert halt Wissenschaft. Man macht eine Theorie, und dann testet man sie, und meistens ist sie falsch. Deswegen ist sie aber nicht rückwirkend unwissenschaftlich. Heims Feldtheorie war auch nicht unwissenschaftlich, als er sie in den 50ern entwickelt und mit seinen Kontrabatorexperimenten letztlich selbst widerlegt hat. Unwissenschaftlich ist das, was er (und vor allem seine Nachfolger) später daraus gemacht hat.
      Ich werde mich sicher nicht an aktuelle, noch offene Diskussionen „ran wagen“, die im Fach sowieso geführt werden. Das Problem bei Heim ist ja, dass da ein paar Leute ihn für Gottes Stellvertreter auf Erden halten und im eigenen Saft kochen, während sich niemand mit Fachkomeptenz auch nur die Mühe macht, ihnen zu widersprechen.

  2. Wäre das Schicksal von Burkhard Heim (1925 – 2001) weniger tragisch, könnte man Heims Massenformeln zur Berechnung von postulierten und vermeintlich experimentell bestätigten Elementarteilchenmassen des Standardmodells der Elementarteilchenphysik (SM) als „fröhliches“ Musterbeispiel für die selbstprophetische Natur der „Modernen Theoretischen Physik“ verstehen.

    Burkhard Heims Ansatz wird als 6-dimensionale polymetrische Strukturquanten-Theorie bezeichnet, die eine geometrische Struktur der Elementarteilchen offenbart. Heims Massenformeln [1] wurden Anfang der 1980er Jahre am DESY programmiert und „gerechnet“ und laut Aussagen der DESY-Mitarbeiter Dr.Schmid und Dr.Ribgen als „beachtlich“ eingestuft [2]

    http://heim-theory.com/wp-content/uploads/2016/02/Erweiterte_Massenformel_Nach_Heim_1989.pdf [1]
    https://de.scribd.com/doc/29798636/Burkhard-Heim-Massenformel [2]

    Der „Heim-generierte“ erkenntnistheoretische Wert liegt letztendlich in der Aussage, daß 6 Dimensionen das Standardmodell der Teilchenphysik ordnen. Jedoch liefern die von Heim verwendeten Formeln im Detail nichts außer Gleichungsfragmente, die so arrangiert sind, daß Übereinstimmungen mit Teilchenbeschleuniger-Ergebnissen erzielt werden können. Der erkenntnistheoretische Wert für den kritischen Beobachter begründet sich durch die mehr oder weniger transparente Gestaltung der Heimschen Gleichungen. Es wird exemplarisch deutlich, wie mathematische Konstrukte funktionieren, ohne auch nur eine Spur von Erkenntnis zu generieren.

    Nun (implizit) zu behaupten, daß SM würde auf sicheren Füssen stehen als Heims Theorie ist sehr weit hergeholt.

    Hintergründe:
    Es ist nicht leicht einem Menschen, der zumindest im Kern einer Sache Realitätsnähe und Verhältnismäßigkeit erwartet, zu erklären, daß dem oft nicht so ist, insbesondere wenn es sich um wissenschaftliche Themen handelt. Alle verbreiteten Standardmodelle, insbesondere wenn diese über größere Zeiträume herrschen, beinhalten Machtpositionen und Versorgungsstrukturen. Die Machthalter und Nutznießer werden alles tun um diese Zustände aufrecht zu erhalten.

    Realobjekt-Forschung geht von reproduzierbaren, empirischen Befunden aus und bemüht sich dann um Systematisierung, Verallgemeinerung und ein „theoretisches Verständnis“.

    Im heutigen standardmodell-orientierten Denken werden hingegen theoretisch Befunde postuliert, nach denen dann mittels computersimulierten „Versuchsaufbauten“ selektiv gesucht wird. Diese stark theoriebeladene Suche kennt keinen einzigen direkten Nachweis und lässt sich auf Grund der vielen freien Parameter, nicht detektierbaren postulierten Theorieobjekten und deren postulierten Kaskadenereignissen beliebig ergebnis-interpretieren. Die Natur hat sich gefälligst den aktuellen theoretischen Implikationen zu unterwerfen. Heute sind es beispielsweise noch postuliert elementare Quarks, morgen möglicherweise „Preonen-Substrukturierte“. Beobachtet wird das, was die aktuell herrschende Theorie fordert…

    Viele leben in dem naiven Glauben, daß das Standardmodell der Teilchenphysik trotz der derzeit 25 freien Parameter, variablen Kopplungskonstanten, mehreren Dutzend postuliert essentiellen Theorieobjekten, assoziierter Verknüpfungszahlen (Quantenzahlen), diverser Substrukturierungs-Thesen, Confinement-These, … auf rational logischen, konsistenten, experimentell bestätigten, formal berechenbaren Zusammenhängen basiert.

    Keiner kann sich auf Grund der weltweiten, jahrzehntelangen Beschäftigung der Theoretischen Physik mit Quantenfeldtheorien vorstellen, daß diese (noch) irgendwie fundamental „falsch“ sein könnten…

    Das in den sechziger Jahren von Richard Feynman entwickelte Quark-Parton-Modell (QPM) beschreibt Nukleonen als Zusammensetzung grundlegender punktförmiger Bauteile, die Feynman Partonen nannte. Diese Bauteile wurden daraufhin mit den wenige Jahre zuvor gleichzeitig von Gell-Mann und Zweig postulierten Quarks identifiziert. Eine Kaskade von Wechselwirkungs-Mutmaßungen, Näherungen, Korrekturen und zusätzlichen Theorieobjekten „verfeinerten“ in der Folgezeit das theoretische Nukleonen-Modell. Es ergeben sich u.a. Nukleonstrukturfunktionen als Summationen der Partonstrukturfunktionen über postulierte Helizitäts- und Ladungszustände aller im Nukleon postulierten „Quarksorten“. Im quantenchromodynamik-erweiterten Partonmodell sollen Quarks Gluonen abstrahlen, die entweder von den Quarks selber wieder absorbiert werden, oder aber Quark-Antiquark-Paare erzeugen oder weitere Gluonen abstrahlen. Diese „Folge-Partonen“ bilden eine „Wolke“ um das Ursprungsquark. Im Rahmen dieses Modells ist ein Quark kein punktförmiges Objekt mehr, wie im ursprünglichen QPM…

    Das Standardmodell der Elementarteilchenphysik (SM) zielt darauf ab, Materie-Entstehung und Wechselwirkungen durch rein abstrakte mathematische Symmetrien (Eichsymmetrien mit ihren Eichgruppen) zu erfassen. Der mathematische Ansatz des Standardmodells der Teilchenphysik, ausgehend von nulldimensionalen, masselosen Objekten liefert offensichtlich keine Anbindung an die wahrnehmbare physikalische Realität in der Masse und Ausdehnung Fundamentaleigenschaften darstellen. Die euphemistische Nachkorrektur mittels Higgs-Mechanismus verleiht zwar im Denkmodell des SM Teilchen theoretisch Masse, nur wird erstens dadurch die ursprüngliche Formulierung „verletzt“, zweitens stimmt die Aussage, das der Higgs-Formalismus den Teilchen Masse gibt, gar nicht, da exemplarisch SM-postuliert Quarks basierendes Proton und Neutron über das Higgs-Feld nur wenige Prozent ihrer jeweiligen Massen erhalten und drittens die vermeintlichen massegebenden Terme gar keine Massenberechnung beinhalten. Die Massenwerte folgen hier nicht aus einer physikalischen Gleichung sondern müssen als freie Parameter bekannt sein. Das bedeutet schlicht und ergreifend, auch das „higgs-korrigierte“ Standardmodell der Teilchenphysik kann weder Masse(n) erklären und schon gar nicht berechnen.

    1. Zunächst einmal empfehle ich Ihnen, sich das im Artikel verlinkte Video mit meinem Heim-Vortrag tatsächlich anzusehen – darin wird nämlich auf viele Ihrer Punkte eingegangen.
      So muss man sagen, dass Heims Ansatz das Standardmodell weder ordnet noch sonstwie erklärt und er vermutlich das Standardmodell nicht einmal in Ansätzen verstanden hat, weil die starke und schwache Kernkraft, deren Modellierung zentrale Theorien des Standardmodells ausmacht, bei Heim gar nicht existieren, genausowenig wie die experimentell nachgewiesene Partonstruktur der Hadronen. Er hat eben schlicht sämtliche experimentellen Erkenntnisse nach 1930 ignoriert oder gar nicht gekannt.
      Ich behaupte auch nicht „implizit“, dass das Standardmodell auf sichereren Füßen steht als Heims „Theorie“ – die Verlässlichkeit als Beschreibung der Natur ist tatsächlich überhaupt nicht zu vergleichen. So unhandlich das Standardmodell nun einmal ist, es hat nicht nur die Massen diverser Teilchen vorhergesagt, sondern sogar die Existenz einer ganzen Anzahl von Materieteilchen (Top-Quark, Tau-Neutrino, diverse Hadronen) und Wechselwirkungsquanten (W+/-, Z0, Higgs) vorhergesagt, die erst später experimentell nachgewiesen werden konnten.
      Heim hingegen hat aus seiner „Theorie“ genau eine Vorhersage gemacht (den Kontrabatoreffekt), und die war falsch. Heims Massenformel sagt nämlich keine Teilchenmassen voraus. Er hat damit schlichtweg Massenwerte, die er vom DESY erhalten hat, reproduziert, indem er die vielen freien Parameter („Konfigurationszonenparameter“ / „strukturelle Besetzungskennziffern“) in seiner Formel willkürlich so festgelegt hat, dass eben die jeweils richtigen Werte herauskamen. Dummerweise waren die Messwerte vieler Teilchenmassen, die Heim so „Nachhergesagt“ hat, Anfang der 1970er Jahre noch ziemlich ungenau, und wenn man die heutigen, genaueren Messwerte annimmt, sind Heims Zahlen schlicht falsch. Ich bin mir aber sicher, dass man die Konfigurationszonenparameter so anpassen kann, dass man auch die neuen Messwerte (oder eben jede beliebige andere Zahl) mit Heims Massenformel reproduzieren kann. Aber wie gesagt, das kommt alles auch im Video vor.

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